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Seelze Gümmer: 600 Fahrer ignorieren Durchfahrtsverbot
Umland Seelze Gümmer: 600 Fahrer ignorieren Durchfahrtsverbot
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17:10 03.12.2018
Uwe Schreiner ärgert sich über die Missachtung der Verkehrsschilder. Quelle: Heike Baake
Gümmer

Die Baustelle auf der Osnabrücker Landstraße zur Sanierung der Ortsdurchfahrt sorgt weiterhin bei den Anwohnern der Straßen An der Rampe und Fohrtweg für Ärger. Aus Frust über Verkehrssünder haben sie die Autos gezählt, die die Beschilderung ignorieren und trotz Durchfahrtsverbot den gesperrten Fohrtweg als Umleitung nutzen. „Zu Spitzenzeiten haben wir 600 Fahrzeuge am Tag gezählt“, sagt Anwohner Uwe Schreiner.

Fahrzeuge missachten Beschilderung

Während zu Beginn der Bauarbeiten die Osnabrücker Straße noch einseitig befahrbar war, ist sie jetzt komplett gesperrt und eine Durchfahrt durch den Ort nicht mehr möglich. Anwohner und Kunden der Geschäfte müssen über die Bundesstraße 441 fahren, um an ihr Ziel zu gelangen. Viele Autofahrer haben allerdings eine vermeintliche Alternative gefunden: Sie ignorieren die Verbotsschilder und nutzen die Durchfahrt über den Fohrtweg. Laut Schreiner werden die Verbotsschilder von zahlreichen Fahrzeugen missachtet. „Ich habe das Problem bereits auf der Ortsratssitzung vorgestellt und die Polizei informiert“, sagt er. Getan hat sich nichts. Zudem wirft Schreiner der Verwaltung mangelnde Information der Gümmeraner vor. Gemeinsam mit weiteren Anwohnern hat er einen offenen Brief an die Stadtverwaltung und die Region Hannover geschrieben.

Zu den Autofahrern kämen noch Linienbusse, die Müllabfuhr und Lieferfahrzeuge hinzu. Ihnen ist allerdings die Durchfahrt durch den Fohrtweg gestattet. Es sind die Pkw, über die sich Schreiner ärgert. „Das ist einfach zu viel“, erklärt er. Viele der Autofahrer kenne er persönlich, es seien Gümmeraner. Nach Meinung der Anwohner belasten diese zusätzlichen – und nicht gestatteten –Verkehrsteilnehmer den Fohrtweg, der teilweise nicht über eine feste Fahrbahndecke verfügt. „Das verursacht am Ende durch Ausbesserungsarbeiten wieder unnötige Kosten“, sagt Schreiner.

Polizei kontrolliert

Die Anwohner sind auch im Hinblick auf einen Feuerwehreinsatz in ihren Straßen besorgt. Sie fragen sich, wie die Feuerwehrfahrzeuge schnell durchkommen sollen, wenn Busse bedingt durch eine Pause geparkt sind. Bei der Seelzer Polizei ist das Problem bekannt. „Wir bekommen viele Beschwerden von Anwohnern“, bestätigt Polizeihauptkommissar Ralf Hantke. Die Polizeibeamten kontrollieren deshalb regelmäßig, ob es an Fohrtweg zu Verstößen kommt. „Wir können aber nicht immer überall sein“, sagt Hantke. Gleichwohl – wer von der Polizei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

Von Heike Baake

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