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Seelze Familie Kubisch gewinnt Kirchenführung
Umland Seelze Familie Kubisch gewinnt Kirchenführung
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00:18 29.07.2018
Am Grabstein von Mechthild von Lona: Ortwin Brand (von links), Christoph Slaby, Karl-Heinz mit Sabrina und Erika Kubisch sowie Katharina Hartmann. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Karl-Heinz Kubisch hat die zweite „Unbezahlbare Gelegenheit“ gewonnen und sich mit Frau Erika und Tochter Sabrina in St. Martin umschauen können. Die fachkundige Führung nebst Turmbesteigung übernahm Pastor Ortwin Brand, für ein kleines Orgelkonzert und eine Einführung in das Instrument sorgte Kirchenmusiker Christoph Slaby. Das Büro für Ehrenamt der Stadt will mit der Aktion ehrenamtlich Aktiven danken.

„Freiwilliges Engagement kann niemand kaufen“, hatte Ehrenamtslotsin Gabriele Hartinger-Irek bei der Vorstellung der Idee im April betont, die am Donnerstag mit der Auszubildenden Katharina Hartmann dabei war. Mit der „Unbezahlbaren Gelegenheit“ will die Stadt Inhabern der Ehrenamtskarte als Dankeschön für ihren Einsatz ein besonderes Erlebnis bieten, das nicht ohne Weiteres zu haben ist. Zwei Aktionen für jeweils einen Ehrenamtlichen mit Begleitung standen zur Auswahl, die im Juni ausgelost wurden: Ein Essen mit Bürgermeister Detlef Schallhorn und eben der Besuch in St. Martin. Im Herbst sollen die „Unbezahlbaren Gelegenheiten“ drei und vier folgen.

Karl-Heinz Kubisch hat am Donnerstag mit seiner Frau Erika und Tochter Sabrina die Kirche besucht. „Ich habe 1992 angefangen mit dem Aufbau der Selbsthilfegruppe für Suchtkranke, die ich auch 25 Jahre betreut habe.“ Erst Ende vergangenen Jahres habe er sich zur Ruhe gesetzt. Allerdings nicht richtig. Kubisch ist noch in der Gruppe 50plus der Kirchengemeinde aktiv.

Die Kirche St. Martin hat einiges zu bieten. Im Eingangsbereich ist der wohl aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts stammende Grabstein von Mechthild von Lona ausgestellt, der nach dem großen Brand im Jahre 1755 bei Aufräumarbeiten gefunden wurde. Mechthild, Gattin von Hermann von Lona und Tochter der Schwester des Bischofs von Lübeck, galt als Wohltäterin. Doch die Kirche hat nicht nur einige historische Besonderheiten und eine gute Akustik zu bieten: Die Gemeinde ist mit 3500 Angehörigen lebendig. „Wir haben im Jahr mehr als 30 Taufen, etliche Hochzeiten und pro Gottesdienst 40 bis 80 Teilnehmer, das ist ordentlich.“ Christoph Slaby spielte nicht nur auf der 1777 von Heinrich Christoph Marcs gestifteten Orgel. Er stellte das Instrument und seine Modernisierungen vor und warb um Stifter für die Sanierung des Turms, auf den die kleine Gruppe noch stieg.

Von Thomas Tschörner

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