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Seelze Linke wollen Tempo 30 für Ortsdurchfahrt
Umland Seelze Linke wollen Tempo 30 für Ortsdurchfahrt
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00:17 26.07.2018
Die Fraktion Die Linke will ein flächendeckendes Tempolimit auf der Hannoverschen Straße, das derzeit nur an einigen Stellen wegen Straßenschäden gilt. Quelle: Thomas Tschörner
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Seelze

Die Fraktion Die Linke will weniger Verkehr in der Innenstadt. Dieses Ziel könnte mit einer Tempo-30-Zone auf der gesamten Hannoverschen Straße erreicht werden, sagte der Fraktionsvorsitzende André Meyer. Gleichzeitig sollte die Bundesstraße 441 attraktiver werden, weil sie nur so von den Autofahrern auch genutzt werde.

Die Hannoversche Straße als Ortsdurchfahrt von Seelzes Kernstadt wird in den nächsten Jahren saniert. Begonnen werde 2019 mit dem Bereich zwischen der Straße Am Kreuzweg und dem Obentraut-Denkmal. Die Region habe bereits darüber informiert, dass als Fahrbahnbelag die preiswerteste Variante – Bitumen - gewählt werde. Für Meyer ist dies ein Rückschritt: In den neunziger Jahren sei gesagt worden, dass der Ortskern mit der noch vorhandenen Pflasterung attraktiver werde. Die Kritik, dass das Pflaster nicht haltbar genug sei, lässt Meyer nicht gelten. „Es ist jetzt nach 20 Jahren kaputt, das ist eindeutig dem Verkehrsaufkommen geschuldet.“

Das Pflaster der Hannoverschen Straße ist an einigen Stellen beschädigt. Quelle: Thomas Tschörner

Als nächster Abschnitt werde dann im Jahr 2020 die Strecke vom Obentraut-Denkmal bis zum E-Center erneuert. Der Linken-Fraktionschef kritisiert, dass bei der Sanierung nur darauf geachtet werde, dass Autos zügig durch den Ort kämen. Fußgänger, Radfahrer und der öffentliche Nahverkehr sollten aber Vorrang haben. „Wir wollen deshalb, dass vom Ortseingang bis zum Ortsausgang eine Tempo-30-Zone eingerichtet wird.“ Meyer verspricht sich davon, dass nicht mehr so viel Verkehr durch den Ort fahre. Damit die Bundesstraße 441 als Alternative zur Ortsdurchfahrt genutzt wird, müsse sie attraktiver sein. Derzeit werde die B 441 von vielen Fahrern wegen der dort geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht genutzt.

Ein durchgängiges Tempolimit schwebt den Linken auch in Gümmer für die Osnabrücker Landstraße als Ortsdurchfahrt vor, wo bereits auf einem Teilabschnitt Tempo 30 gilt. Meyer verweist auf das außerhalb dieser Zone liegende geplante Neubaugebiet, das die Ausweitung des Tempolimits auf die gesamte Strecke der Osnabrücker Landstraße erforderlich mache. „Wir müssen sehen, dass wir eine Entschleunigung für den gesamten Bereich hinkriegen.“ Letztlich ginge es darum, den Autoverkehr möglichst aus der Stadt herauszuhalten.

Von Thomas Tschörner

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