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Seelze Windrad in Dedensen misst 175 Meter Höhe
Umland Seelze Windrad in Dedensen misst 175 Meter Höhe
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00:19 13.10.2018
175 Meter misst das repowerte Windrad in Dedensen. Quelle: Privat
Dedensen

Alexander Jäger-Bloh und sein Geschäftspartner Christian Stahl mussten einen langen Atem haben, bevor sie mit dem Bau ihres Mega-Windrads auf einem Feld nahe des Wasserwerks Forst Esloh beginnen konnten. 55 Monate lang hatte sich das Genehmigungsverfahren dafür hingezogen. Und dann ging plötzlich alles ganz schnell. In der letzten Septemberwoche wurde der Montagekran aufgebaut, und kaum ein paar Tage später thront das neue Windrad inmitten der anderen und überragt sie dabei deutlich an Höhe. 175 Meter hoch ist das sogenannte repowerte Windrad und damit in etwa doppelt so hoch wie das demontierte, das dort seit 1998 gestanden hatte.

Noch in diesem Monat soll das repowerte Windrad nahe dem Wasserwerk Forst Esloh seinen Betrieb aufnehmen. Der Bau der neuen Anlage zur Energiegewinnung erfolgt im Einvernehmen und in enger Abstimmung mit dem Wasserverband Garbsen-Neustadt, um mögliche Gefährdungen der Interessen des Wasserverbands von vornherein auszuschließen. Die Stahl&Bloh GbR und der Wasserverband hatten sich dazu auf konkrete Maßnahmen geeinigt. Insbesondere ist die Verankerung der neuen Anlage durch ein Flachgründungsfundament erfolgt, sodass eine Einbindung in tiefere Schichten nicht erforderlich wurde. Das neue Windrad kann in Zukunft circa 8500 Megawattstunden elektrische Energie pro Jahr erzeugen. Das entspricht in etwa der 8,5-fachen Menge dessen, was das demontierte Windrad bislang leisten konnte. Das stillgelegte Windrad ist nach seinem Rückbau vom Grundstück abtransportiert worden. Die Größe des neuen Windrads hatte vielerorts für Protest gesorgt. Die Bürgerinitiative Zukunft –Leben –Dedensen hatte zum Beispiel im Oktober 2016 gegen das Projekt protestiert, weil die das Windrad für überdimensioniert hielt. Die Dedenser fürchteten unter anderem eine Verschattung durch die deutlich höhere Anlage. Auch reagierten sie erbost und mit Unverständnis auf die Reaktion der Stadt Barsinghausen auf den geplanten Bau: Die hatte das Projekt befürwortet, ohne die Bürger im Vorfeld darüber zu informieren.

Von Sandra Remmer

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