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Seelze Roland Jankowsky liest blutige Geschichten
Umland Seelze Roland Jankowsky liest blutige Geschichten
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00:17 16.09.2018
Roland Jankowsky beeindruckt mit seiner Krimilesung in Harenbergs St. Barbarakirche. Quelle: Dirk von Werder
Harenberg

  Nur die „Mamma“ stirbt im Bett – allerdings bevor ihr sizilianischer Filius den letzten Wunsch erfüllt: Weißwürste aus Oberbayern. Gestorben wird am Mittwochabend in der St.-Barbara-Kirche in Harenberg viel: Die überforderte Mitarbeiterin einer Kölner Meldestelle verliert ihr Haupt im Kettensägenmassaker eines durchdrehenden Bittstellers. Ein verzweifelter Eigenheimbesitzer endet auf der Anfahrt zum perfekten Verbrechen an seinem Nachbarn bei einem Auffahrunfall am Steuer seines Fahrzeuges. Und ein italienischer Nachwuchsmafiosi wird mittels eines wohl dosierten Bratpfannenhiebs vom Leben zum Tode befördert.

Die Organisatoren der 12xk-Veranstaltung freuen sich über den Besucherrekord von Roland Jankowskys Lesung. Seine Darstellung des „Overbeck“ in der Krimireihe „Wilsberg“ hat Kultstatus.

Roland Jankowsky, Schauspieler, mit Kultrolle im Münsterkrimi „Wilsberg“, nimmt sich der Täter wie der Opfer an – er hat sie in Kriminalgeschichten diverser deutscher Autoren gefunden und lässt sie im Altarraum lebendig werden. Die ist komplett gefüllt, als Jankowsky mit wenigen Minuten Verspätung zur Lesung erscheint. Erste Überraschung: er trägt Bart statt Sonnenbrille, dem Markenzeichen seiner bekanntesten Fernsehfigur, dem Oberkommissars Overbeck in der ZDF-Krimiserie „Wilsberg“.

Vielleicht auch deshalb ist Jankowsky der perfekte Mann für Krimis: Er liest humorvoll, zieht sein Publikum mit fein abgestimmter Gestik, ausdrucksstarker Mimik und stimmlicher Vielfalt in seinen Bann. So wie er das Wort „Bratpfanne“ betont, steckt in jedem Küchenutensil ein schlummerndes Mordinstrument, immer bereit, sobald der Wirt es benötigt. Der in Köln lebende Schauspieler begeistert das Harenberger Publikum bei der Reihe „12xk“, für die Monat für Monat ein Kulturabend im Gotteshaus organisiert wird. „Das bringt Leben in die Kirche", findet Dauergast Reinhard Sell. Zwei Stunden liest der Schauspieler, eilt in der Pause ins gegenüberliegende Gemeindehaus, signiert Bücher und CDs, lässt Fotos machen und nascht zwischendurch von einer Käsestange. Ein angenehmer Zeitgenosse – und in Wirklichkeit ganz anders als Kommissar Overbeck.

Von Patricia Chadde und Dirk von Werder

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