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Seelze Tennet prüft wieder Trasse bei Lohnde
Umland Seelze Tennet prüft wieder Trasse bei Lohnde
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00:20 07.12.2018
Entlang der Osnabrücker Landstraße machten 2016 rote Kreuze auf den Südlink aufmerksam. Quelle: Mark Vitas (Archiv)
Seelze

Der Netzbetreiber Tennet prüft jetzt wieder einen Korridor zwischen Lohnde und Gümmer für den Bau der Stromtrasse Südlink. Das hat das Unternehmen den betroffenen Ortsbürgermeistern sowie der Stadtverwaltung mitgeteilt. Eine westlich von Dedensen verlaufende Alternativtrasse ist wieder verworfen worden, weil dort ein Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung von Kalk- und Kalkmergelgestein liegt. Die Lagerstätte sei von einer besonderen Qualität der Rohstoffe gekennzeichnet, die unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen nicht nur zur Deckung des regionalen, sondern auch eine überregionalen Bedarfs dienen, erklärt Tennet. Wegen der volkswirtschaftlichen Bedeutung dieser Rohstoffvorkommen müssten alle Planungen und Maßnahmen mit dieser Zweckbestimmung vereinbar sein. Die Gewinnung der Rohstoffe im Tagebau sei aber nicht mehr möglich, wenn dort Erdkabel für die Stromtrasse verlegt würden.

Das sogenannte Trassenkorridorsegment (TKS) 58 ist jetzt wieder in der Planung und führt durch Garbsen und Seelze Quelle: TenneT

Deshalb arbeitet Tennet weiter an der Planung der schon einmal ins Auge gefassten Trasse zwischen Gümmer und Lohnde. Zwar sieht das Unternehmen auch dort Probleme, etwa wegen der Querung des FFH-Gebietetes DE 3623-332 „Laubwälder südlich von Seelze“ südlich des Mittellandkanals sowie eng aneinander liegenden Siedlungsgebieten. Die Schwierigkeiten seien aber allesamt lösbar. Für die Stadt Seelze ändert sich dadurch zunächst erst einmal nichts. „Seelze hat keinen weiteren Einfluss auf das Verfahren“, sagt Stadtsprecher Carsten Fricke. Tennet arbeite weiter an Vorschlägen und prüfe diverse Varianten. Fest stünde derzeit nur, dass die westlich von Dedensen verlaufende Trasse vorzeitig aus der Planung genommen worden sei.

Der Rat der Stadt Seelze hatte bereits im November 2016 einstimmig eine Resolution beschlossen. Danach begrüßt die Stadt zwar, dass für wesentliche Teile der Trassenführung eine Erdverkabelung vorgesehen sei. Damit werde ein wichtiger Beitrag zur Akzeptanz der Stromtrasse im Zuge der Energiewende geleistet. Die Stadt spricht sich aber gleichzeitig gegen eine westliche Trassenführung aus und macht für die Ablehnung nicht nur die Zahl der unmittelbar betroffenen Menschen, sondern auch die Vielzahl unterschiedlicher Schutzgebiete wie unter anderem das FFH-Gebiet und die Trinkwasserversorgung geltend.

Ablehnend hatten sich auch die Ortsbürgermeister von Gümmer und Lohnde, Christian Schomburg und Wilfried Nickel, geäußert. „Wir haben gedacht, dass die Trasse Südlink für uns kein Thema mehr ist“, sagte Nickel am Dienstag. Nun müsse in Lohnde und Gümmer wieder auf die Details geachtet werden –auch wenn in der Stadt die Meinung vorherrsche, dass die Stromtrasse wahrscheinlich im Osten Hannovers gebaut werde.

Von Thomas Tschörner

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