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Seelze Über Stellenabbau herrscht Unklarheit
Umland Seelze Über Stellenabbau herrscht Unklarheit
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16:36 18.07.2018
Seelzes Ortsbürgermeister Alfred Blume (rechts) und sein Stellvertreter Werner Brzuska (fünfter von rechts) sprechen mit Honeywells Betriebsrat. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Über den möglicherweise geplanten Stellenabbau bei Honeywell haben sich Seelzes Ortsbürgermeister Alfred Blume und sein Stellvertreter Werner Brzuska beim Betriebsrat des Chemieunternehmens erkundigt. Derzeit werde noch verhandelt, ein Ergebnis stehe noch nicht fest, sagte der Betriebsratsvorsitzende Frank Steuernagel. Allerdings sei die Enttäuschung der Belegschaft groß, weil nach wie vor nichts Konkretes bekannt sei. Die Ungewissheit mache vielen zu schaffen.

Blume und Brzuska hatten während ihrer Sommertour bei Honeywell Station gemacht und vor dem Werkstor mit den Betriebsratsmitgliedern gesprochen. Die möglicherweise anstehenden personellen Veränderungen gingen bis in die Ortschaft hinein, sagte Blume. Viele Menschen seien besorgt. Im April hatten rund 200 Mitarbeiter des Chemieunternehmens gegen den befürchteten Abbau von 140 Arbeitsplätzen demonstriert. Die Firma selbst widersprach den Gewerkschaftsangaben und nannte 70 Stellen, die „umgeschichtet“ werden sollen. Gleichzeitig hatte das Unternehmen betont, dass die Planungen für die Umstrukturierung gerade erst angelaufen seien.

Die Frage Brzuskas, wie viele Seelzer bei Honeywell arbeiten, konnte der Betriebsrat nicht beantworten. Darüber werde keine Statistik geführt. Bei seinen Besuchern von Seelzern mit hohen Geburtstagen seien immer wieder die Bahn und Riedel de Haen, heute Honeywell, als Arbeitgeber genannt worden, sagte Brzuska.

Noch immer gebe es keine greifbaren Ergebnisse, sagte Steuernagel. Der Betriebsrat sei bemüht, so viele Stellen wie möglich zu sichern. Zahlen wolle er nicht nennen, weil diese die Verhandlungsposition der Arbeitnehmervertretung schwächen könnten. Bei einer Betriebsversammlung in der vergangenen Woche habe er in viele enttäuschte Gesichter blicken müssen. Denn seit der Verkündigung der Umstrukturierung am 10. April sei immer noch nichts Genaueres bekannt. Diese Ungewissheit mache vielen Mitarbeitern zu schaffen. „Das Werk hat in der Vergangenheit schon mehrmals den Verlust von Arbeitsplätzen verkraften müssen.“ Doch diesmal sei es anders. Denn früher sei immer schnell klar gewesen, wer betroffen sei, etwa als die Schließung des Bereichs der organischen Chemie geplant worden sei. Jetzt verteilten sich die zur Disposition stehenden Stellen durch alle Bereiche. „Keiner kann sagen, er ist nicht dabei.“ Dies schaffe Unsicherheit. Seelze sei zudem nicht der einzige Standort des Konzerns, an dem Änderungen zu erwarten seien.

Von Thomas Tschörner

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