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Sehnde EVS Sehnde erhöht Strom- und Gaspreise
Umland Sehnde EVS Sehnde erhöht Strom- und Gaspreise
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16:55 06.12.2018
Die Energieversorgung Sehnde (EVS) erhöht nach Jahren erstmals wieder ihre Strom- und Gaspreise. Quelle: Privat
Sehnde

Das dürfte für viele Kunden eine ganz neue Erfahrung sein: Die Energieversorgung Sehnde GmbH (EVS) erhöht nach Jahren erstmals wieder ihre Strom- und Gaspreise. Der Strom wird ab 1. Januar um 2,3 Prozent teurer. Damit steigen die Stromkosten für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden um rund 25 Euro brutto. Für Gas müssen die Kunden sogar 5,4 Prozent mehr bezahlen. Die Kosten für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 18.000 Kilowattstunden im Jahr erhöhen sich damit um etwa 64 Euro brutto. Beide Posten zusammengenommen machen also eine Kostensteigerung von rund 90 Euro je Haushalt aus.

Grund für den Anstieg sei, dass die Preise für Strom am Großhandelsmarkt seit etwas mehr als zwei Jahren deutlich gestiegen seien. Dagegen habe es beim Kostenblock der staatlichen Steuern und Abgaben „kaum Entlastungseffekte“ gegeben, heißt es in einer Mitteilung des zu 70 Prozent städtischen Unternehmens. 30 Prozent gehören dem Versorger Avacon. Lediglich die Gebühren für die Stromnetz-Nutzung seien leicht gesunken. Durch die anhaltend steigenden Kosten am Markt hätten die Preise aber nicht mehr stabil gehalten werden können.

Denn der von den Strom-Unternehmen wie der EVS selbst beeinflussbare Anteil des Strompreises für private Haushalte – also Stromeinkauf, Vertrieb und Service – betrage nur etwa ein Viertel der Kosten (siehe Grafik). „Unterm Strich haben diese Faktoren dazu geführt, dass wir unsere Kalkulation überarbeiten und die Preise zum 1. Januar anpassen müssen“, teilt das Unternehmen mit. Der Anstieg beträgt 0,71 Cent pro Kilowattstunde. Vor drei Jahren hatte die EVS rund 8700 Stromkunden, aktuelle Zahlen waren auf Anfrage nicht zu bekommen.

Ähnlich verhält es sich auch bei den Gaspreisen. Noch vor einem Jahr hatte die Gesellschaft ihre Gaspreise zum dritten Mal in Folge sogar gesenkt, zum 1. Januar 2016 alleine um drei Prozent. Nun folgt erstmals wieder eine Erhöhung. Dafür gebe es zwei Gründe: So stiegen nicht nur die Preise am Gasgroßhandelsmarkt, sondern im nächsten Jahr gleichzeitig auch die Gebühren für die Nutzung des Gasnetzes. Dies mache eine Überarbeitung der Kalkulation notwendig, teilt die EVS mit. Die rund 2800 Gaskunden (Stand 2015) müssen deshalb ab dem nächsten Jahr 0,36 Cent pro Kilowattstunde mehr bezahlen.

Erst im März war die EVS zum dritten Mal in Folge mit dem Gütesiegel „Top-Lokalversorger Strom“ und erstmals auch als „Top-Lokalversorger Gas“ ausgezeichnet worden. Zudem hatte sich das Unternehmen Anfang des Jahres gegen neun Mitbewerber durchgesetzt und die Ausschreibung der Stadt zur Stromversorgung ihrer Liegenschaften gewonnen. Die Gesellschaft hatte das günstigste Angebot abgegeben und beliefert für zwei Jahre alle städtischen Gebäude mit Ökostrom – das sind rund 10 Prozent des gesamten Jahresumsatzes.

Von Oliver Kühn

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