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Sehnde Grundschule Höver wird Pilotschule
Umland Sehnde Grundschule Höver wird Pilotschule
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00:19 14.01.2019
Die Grundschule Höver wird Pilotschule. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Die Stadt Sehnde hat für die nachschulische Betreuung an Grundschulen ein neues Konzept entwickelt, mit dem sie schon ab Februar an der Grundschule Höver startet.

Schon seit 2017 arbeitet die Stadt Sehnde an einem Konzept für die Betreuung der Grundschulkinder nach Unterrichtsschluss. Anlass war die stetig wachsende Nachfrage nach Hortplätzen, die zunehmend schwieriger zu befriedigen war. Da die Vorgaben für den Hort ziemlich eng sind, wollte die Stadt in ein flexibleres Betreuungssystem einsteigen.

Die Stadt Sehnde will die Hortbetreuung nun langfristig ganz abschaffen. Dafür greift nach und nach das neue Konzept zur nachschulischen Betreuung. Es ist allerdings nur bei Ganztagsgrundschulen umsetzbar. Die verlässlichen Grundschulen behalten nach wie vor ihren Hort. Das neue Konzept sieht konkret drei Module vor, die die Eltern individuell buchen können. Danach beginnt die nachschulische Betreuung um 15.20 und endet spätestens um 17 Uhr. Die Eltern können zwischen verschiedenen Betreuungsformen wählen. So ist es jetzt auch möglich nur vier Tage von Montag bis Donnerstag zu buchen. In dem nachschulischen Konzept verankert ist auch eine Ferienbetreuung an neun Wochen im Jahr. Auch diese ist mit einem der Module flexibel buchbar.

Das neue Konzept biete nicht nur mehr Flexibilität, es entlaste auch die Eltern finanziell. Mit dem Ganztagsschulbetrieb bis 15.20 Uhr würden nicht mehr so viele Stunden kostenpflichtig, erläutert Fachdienstleiterin Katharina Fischer die Vorteile. Statt einer Betreuung von 13 Uhr bis 17 Uhr müssten Eltern beispielsweise nun nur noch die Betreuungszeit zwischen 15.20 Uhr und 17 Uhr bezahlen. Wer sein Kind bis 15 Uhr abholt, bezahlt indessen gar nichts – außer das Mittagessen.

Der Stadt fehlen damit allerdings Einnahmen. Auch ein Zuschuss des Landes, den es für den Hort gab, ist nun nicht mehr abrufbar. Mit rund 20 000 Euro bezuschusst die Stadt Sehnde nun das Projekt. „Langfristig lohnt es sich aber, da es zukunftsträchtig ist, uns viel flexibler macht und Eltern nicht mehr um einen Platz bangen müssen“, so Fischer. Zudem schaffe man in Höver Doppelstrukturen ab. Dort hatte es neben der Ganztagsbetreuung parallel immer noch einen Hort gegeben.

Das bisherige Hortangebot, für das man etwa separate Räume vorhalten musste, habe man neben der Ganztagsgrundschule nicht mehr aufrechterhalten können, sagt Fachdienstleiterin Fischer. „Hier bestand für uns akuter Handlungsbedarf.“ Das neue Modell soll nun in Höver ab dem zweiten Halbjahr starten, bevor es danach auch an den anderen Ganztagsgrundschulen, Sehnde Breite Straße sowie Grundschule Rethmar, umgesetzt wird. Die bestehende Hortbetreuung werde dabei in das neue Konzept überführt, erläutert Fischer. So würden die bisherigen Hortbetreuuer etwa weiter in der nachschulischen Betreuung an der Grundschule Höver arbeiten.

Nach einem Info-Elternabend im Dezember vergangenen Jahres wurden nun die Anmeldebögen verteilt. Rund 40 Grundschüler nutzen in Höver bislang den Ganztagsbetrieb bis 15.20 Uhr und könnten danach die Anschlussbetreuung der Stadt Sehnde bis 17 Uhr buchen. Noch steht nicht fest, wie viele Eltern dafür Bedarf haben. „Wir befinden uns da noch in der Auswertung“, sagt Fischer. Sie rechnet aber nicht mit einer riesigen Nachfrage: „Bislang wurde der Hort bis 17 Uhr auch nur von wenigen Familien beansprucht. Die meisten Eltern benötigen eine Betreuung bis maximal 15 Uhr“, weiß sie.

Nach einer Pilotphase von einem Jahr soll das Modell bewertet werden. Auch hier hat sich die Stadt Sehnde wie auch schon bei der Erstellung des Konzepts externe Beratung gesichert. „In diesem Zusammenhang soll dann auch eine Ausweitung des Konzepts auf andere Grundschulstandorte in Sehnde geprüft werden“, betont die Fachdienstleiterin.

Von Patricia Oswald-Kipper

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