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Sehnde Ilten: „Jazz im Park“ endet mit XXL-Sonntag
Umland Sehnde Ilten: „Jazz im Park“ endet mit XXL-Sonntag
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00:20 03.10.2018
Den Swingin' Fireballs gehört am späten Mittag die Bühne beim „Jazz im Park“. Quelle: Konstantin Klenke
Ilten

 Wo Jazz ist, da sind auch die Iltener: Das gilt seit gut 25 Jahren an jedem Septemberwochenende. Mindestens so lange, so genau erinnert sich keiner der Organisatoren, gibt es nun schon den „Jazz im Park“ im Klinikum Wahrendorff. Jeweils eine Band hatte schon an den ersten vier Septemberwochenenden für drei Stunden das Areal gespielt, gleich drei weitere standen am letzten und fünften Septembersonntag für Auftritte auf der Bühne.

Den Anfang machten am späten Vormittag die Street Paraders aus Hannover. Sie legten im roten Frack und mit vielen Klängen einen spielfreudigen Auftritt hin. Am Mittag machten die Swingin’ Fireballs, die aus Bremen nach Ilten gekommen waren, mit eigenen Arrangements weiter, die von Bigband-Swing über Jump’n’Jive und Mambo bis hin zu Rock’n’Roll zahlreiche musikalische Genres abdeckten. Wer an große Namen im Jazz denkt, denkt nicht immer auch an große Damen – das Quartett Sistergold jedoch zeigte, dass es auch sie im Jazz zu berücksichtigen gilt. Mit Charme, Witz und guter Musik setzten die vier Frauen am Saxofon für die diesjährige Auflage den gelungenen Schlusspunkt. Genaue Besucherzahlen gibt es nicht, doch insgesamt liegen sie locker im vierstelligen Bereich.

Die Besucher genossen zum letzten Jazz-Sonntag in diesem Jahr noch einmal so richtig die Musik und den Sonnenschein: Ob beim Soundcheck, während oder nach den Stücken – sie klatschten und wippten eigentlich ständig zur Musik mit. Einige Besucher ließen den Halbkreis, der sich vor der Bühne gebildet hatte, nicht ganz leer und verliehen ihrem Spaß an der Veranstaltung auch tänzerisch gekonnt Ausdruck.

Setzte einen gelungenen Schlusspunkt: Das Saxofon-Quartett Sistergold. Quelle: Konstantin Klenke

Geschäftsführer stand selbst als Musiker auf der Bühne

„Jazz ist im Osten der Region zu einer Größe geworden“, befand Mitorganisator Bernd Senger, Mitglied der Geschäftsführung des Klinikums. Er hatte noch vor einer Woche mit seiner Band Swingtown Jazzmen selbst auf der Bühne gestanden. Auch wenn er das schon 60 Jahre lang mache, sei es immer noch ein hervorragendes Gefühl. „Wir improvisieren in unserer Band sehr viel, da kann immer noch etwas in die Hose gehen“, erklärte Senger – klingt dabei aber so, als würde ihm das mehr Spaß als Sorge bereiten. „Dieses Jahr lief alles glatt.“

Zwischen Bratwurst-, Getränke- und Eisbuden, einem Bastelzelt für Kinder und natürlich der Jazz-Bühne tummelten sich auch etwa 70 Mitarbeiter des Klinikums. So wurden aus dem Pflegepersonal beispielsweise Mitarbeiter im gastronomischen Service, das Team des Eventmanagements koordinierte das Programm. Auch viele der Patienten des Wahrendorff-Klinikums besuchten die Veranstaltung: Mit „Jazz im Park“ wolle man in erster Linie natürlich für gute Stimmung sorgen, nebenbei aber auch Vorurteile über psychiatrische Kliniken abbauen, erläuterte Nicole Strebost vom Eventmanagement-Team des Klinikums. Mit dem Verlauf der Veranstaltungsreihe zeigte sich Strebost, die seit acht Jahren für das Klinikum arbeitet, sehr zufrieden: „Die musikalische Mischung passt, das Wetter hat an vier Sonntagen gestimmt. Die Fortsetzung im nächsten Jahr bereiten wir dann ab morgen vor.“

Der „Jazz im Park“ lockt bei bestem Herbstwetter Hunderte Besucher an. Quelle: Konstantin Klenke

Von Konstantin Klenke

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