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Nachrichten 50 Bewerber für sechs neue Wohnungen
Umland Sehnde Nachrichten 50 Bewerber für sechs neue Wohnungen
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00:16 21.07.2017
Der Bagger reißt auf dem Areal an der Ecke Straße des Großen Freien und Breite Straße Stück für Stück die Anbauten ab - das Haupthaus bleibt indes stehen. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Ein Bagger reißt seit Montag die alten Gebäude auf dem 800 Quadratmeter großen Eckgrundstück an der Straße des Großen Freien/Ecke Breite Straße ab. Dort will die Sehnder Firma Beste Bau Bauregie ab Mitte August mit dem Neubau beginnen. Das alte Haus hatte in der Vergangenheit unter anderem einen Lebensmittelladen, später einen Malereibetrieb und zuletzt ein Elektro- und Fernsehfachgeschäft beheimatet. Das Haupthaus aus dem 19. Jahrhundert ist zwar nicht denkmalgeschützt, soll laut Bauregie-Geschäftsführer Dirk Berkefeld aber aufgrund seiner schönen Fassade und guten Bausubstanz stehen bleiben und in das Ensemble mit dem Neubau integriert werden.

Von den insgesamt sieben Wohnungen werden sechs vermietet. Und obwohl die Bauarbeiten noch nicht einmal begonnen haben, gebe es dafür schon jetzt rund 50 Bewerber, sagt Berkefeld. "Viele Ältere Menschen wollen gern zentral wohnen, weil ihnen Haus und Garten zu groß geworden sind", weiß er aus Erfahrung. Die Senioren wollten "dicht dran sein", ihren Bäcker und Lebensmittelladen noch sehen und selbst auch mit einer Gehhilfe noch erreichen können. Das geplante Wohngebiet auf den Maschwiesen am Nordrand der Stadt sei vielen, vor allem mobilitätseingeschränkten Menschen nach seiner Erfahrung schon zu weit entfernt, meint Berkefeld. Auch Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke hatte bereits beim Bau des City-Wohnparks an der Nordstraße vor drei Jahren erklärt, dass es für zentrales Wohnen eine große Nachfrage in Sehnde gebe.

Diesen Eindruck bestätigt auch der Seniorenbeirat der Stadt. "Wir bemerken einen Trend zur Kernstadt oder wenigstens in deren Nähe", sagt der stellvertretende Sprecher Karlheinz Drewes. Das lasse sich auch am Seniorenfahrdienst ablesen, der immer häufiger in Anspruch genommen werde - in den Ortsteilen allerdings sehr unterschiedlich. Aus Rethmar etwa komme so gut wie nie eine Anfrage, weil es im Ort einen Dorfladen und zudem eine Busanbindung zur Innenstadt im Stundentakt gebe.

Anders sehe dies etwa in den weit von der Kernstadt entfernten Orten wie Müllingen und Wirringen aus. "Wo gibt es denn da noch einen Arzt oder Laden", fragt Drewes. Doch wer eine neue Wohnung suche, wolle diese auch barrierefrei, was im alten Baubestand ein Problem sei.

Barrierefreiheit ist für Berkefeld beim Neubau daher das Maß der Dinge. Von den Garagen im Erdgeschoss soll ein Fahrstuhl bis in die dritte Etage führen, auch die Balkone haben keine Schwellen, die oft zu Stürzen führen. Die Wohnungen werden zwischen 55 und 100 Quadratmeter groß, sind also für Alleinstehende sowie Paare geeignet. Die ersten Mieter sollen bereits im Juni 2018 einziehen.

Entkernt wurde das alte  Gebäude an der Straßenecke bereits am Wochenende, der sogenannte Engabriss selbst gestaltete sich nicht ganz einfach. "Alles muss vorsichtig und langsam über die Bühne gehen", betont Bauleiter Manuel Hermida-Lorenzo. Denn von dem Gebäudekomplex sollten lediglich Anbauten und Scheune, nicht aber das Haupthaus dem Erdboden gleich gemacht werden. Am Mittwoch sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein.

Wie auf dieser Zeichnung des Investors soll sich der Neubau in das Ensemble mit dem Altbau aus dem 19. Jahrhundert (links) einfügen. Quelle: privat

Von Oliver Kühn und Katja Eggers

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