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Nachrichten Feuerwehr-Anbau aufwendiger als gedacht
Umland Sehnde Nachrichten Feuerwehr-Anbau aufwendiger als gedacht
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00:32 17.06.2018
Am Feuerwehrhaus Höver fehlt ein vierter Stellplatz. Quelle: Köhler (Archiv)
Höver

Die geplante Erweiterung des Feuerwehrhauses in Höver gestaltet sich offenbar schwieriger als gedacht. Es fehlt ein Lagerraum und die Fahrzeughalle ist zu klein geworden, weil der neue Gerätewagen Messtechnik größer ist als sein Vorgänger. Der aus Altersgründen ebenfalls geplante Austausch des Mehrzweckfahrzeugs, ein alter VW-Bus, musste deshalb schon verschoben werden. Es fehlt ein vierter, dringend benötigter überlanger Stellplatz, der auch noch für einen Anhänger Platz bietet – dieser soll in einem neuen Anbau untergebracht werden. Bei dem jetzt erstmals im Ausschuss für Brandschutz vorgestellten Entwurf wurde deutlich, dass die Erweiterung aufwendiger als gedacht ist. Zahlen zu den Kosten nannte die Infrastruktur Sehnde GmbH, eine hundertprozentige städtische Tochter, trotz Nachfragen aus dem Ausschuss jedoch nicht.

Der Anbau wird sich wie ein L an das Gebäude anschließen. Im Erdgeschoss soll ein Lagerraum entstehen und das derzeitige Provisorium beheben. Im Obergeschoss soll erstmals ein Gruppen- und Aufenthaltsraum mit Fenstern entstehen. Dieser sei aufgrund von Brandschutzbestimmungen aber nur für maximal zehn Personen ausgelegt, sagte Architekt Hartmut Zabel. Ansonsten müsste noch ein zweiter Rettungsweg gebaut werden, was die Kosten weiter steigen ließe. Denn ein offizieller Fluchtweg müsse im Treppenhaus ohnehin neu gebaut werden, um den Aufenthaltsraum zu erreichen. Dabei komme man nicht umhin, auch das Treppenhaus selbst umzubauen.

Schon Ende vergangenen Jahres gab es Unstimmigkeiten über die Kosten. Die Stadt hatte diese mit rund 225 000 Euro beziffert, weil darin auch vier Prozent der Investitionssumme als Eigenanteil der Gebäudewirtschaft enthalten seien. Der Rat hatte jedoch beschlossen, dass die Infrastruktur das Projekt übernehmen solle, weil diese den Anbau günstiger bauen könne. Aufsichtsratschef Edgar Bäkermann (SPD) hatte damals Kosten von 190 000 Euro genannt.

CDU-Fraktionschef Klaus Hoffmann war denn auch etwas ratlos: „Ich tue mich ohne Zahlen schwer, wenn ich die Alternativen nicht kenne.“ Infrastruktur-Geschäftsführer Frank Jankowski-Zumbrink wollte jedoch noch keine Zahlen nennen. „Wir müssen erst einmal sehen, was gebaut werden soll.“ Er wollte nicht ausschließen, dass es wegen des nicht erwarteten Mehraufwands zu höheren Kosten komme. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke versicherte im Ausschuss aber, dass der Anbau „nicht üppig“ ausfallen, sondern nur das Notwendige beinhalten werde.

Ortsbrandmeister Markus Meyer jedenfalls ist mit der Planung sehr zufrieden. Aufgrund der Enge sei die Unfallgefahr für seine Truppe aktuell zu groß geworden, hatte er schon im vergangenen Jahr gemahnt. Der Aufenthaltsraum sei etwa auch für Kleingruppenarbeit der Jugend ausreichend. In dem Anbau mit einem neuen, großen Lagerraum wolle man zudem eine sogenannte Pflegestelle für die inzwischen zwölf Atemschutzgeräte integrieren. Der Ausschuss hat den Entwurf daraufhin „zustimmend zur Kenntnis genommen“. Endgültig entscheiden muss nun der Rat.

Von Oliver Kühn

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