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Nachrichten Keramische Hütte: Baustart soll dieses Jahr sein
Umland Sehnde Nachrichten Keramische Hütte: Baustart soll dieses Jahr sein
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12:18 26.02.2018
Bislang hat sich auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei noch nicht viel getan. Der Investor will nun zügig mit dem Abriss beginnen. Quelle: Oliver Kühn (Archiv)
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Sehnde

 Das Bauprojekt Keramische Hütte kommt jetzt voran: Der neue Investor Europaplan ist dabei, die Fläche für den Abriss vorzubereiten. Am Freitag wurde das Gelände vom Kampfmittelbeseitigungsdienst begutachtet. Baustart für den neuen Wohnpark soll noch in diesem Jahr sein.

„Wir haben nun fast alle Probleme aus dem Weg geräumt“, sagt Investor Massoud Saadat. Noch in diesem Jahr wolle man mit dem Bau der Wohngebäude beginnen, versichert Saadat. Mit seiner Firma Europaplanprojekt will der Architekt auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei an der B 65 mehr als 100 Wohneinheiten schaffen. Er selbst werde auch Bauherr bei dem Wohnprojekt sein.

Zunächst muss jedoch ein erneuter Bebauungsplanentwurf her, über den die Politik entscheiden muss. Aktuell wird das Gelände vom Kampfmittelbeseitigungsdienst untersucht. Dafür haben Experten das Grundstück am Freitag begutachtet. Luftaufnahmen haben nämlich gezeigt, dass sich ein Blindgänger auf dem 28 000 Quadratmeter großen Gelände befinden könnte. Saadat will die Untersuchung zügig abschließen, damit er bald mit dem Abriss der maroden Gebäude auf dem Gelände beginnen kann. 

Birgit Gerasch, die bei der Stadt für die Bauleitplanung zuständig ist, sieht die Entwicklung bei dem Bauprojekt durchaus optimistisch. „Wir sind da auf einem guten Weg.“ Die Eigentumsumschreibung auf den neuen Investor habe etwas länger gedauert, erklärt sie die Verzögerung. Die Immobilienagentur Dolphin Trust hatte das Projekt vor einiger Zeit an die Europaplanprojekt GmbH abgegeben. Auch Saadat lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt. Er erhalte dort viel Unterstützung.

Ziel sei es nun, noch vor der Sommerpause einen erneuten Bebauungsplanentwurf für das Gelände vorzulegen, sagt Gerasch. Das Papier werde zurzeit erarbeitet. Dabei gelte es aber noch einige Hürden zu überwinden. Der Naturschutz bremste das Projekt bislang aus. Weil Fledermäuse in den leerstehenden Gebäuden nisten, musste deren Population untersucht werden. Zwar liege inzwischen das erforderliche Fledermausgutachten vor, sagt Gerasch. Es sei nun aber noch eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erforderlich. Zudem gelte es für den Bereich, der an die Bundesstraße 65 und ein Gewerbegebiet grenzt, das Schallgutachten fortzuschreiben. 

Laut Birgit Gerasch gebe es seitens des Investors auch neue Überlegungen für die Bebauung auf dem Gelände – sowohl hinsichtlich der Art der Gebäude als auch zur Stellung der Gebäude.  Deshalb sei auch der Abstand der künftigen Bebauung zum Wald ein wichtiges Thema im Bebauungsplanentwurf.

Birgit Gerasch räumt zudem ein, dass der Flächennutzungsplan für das Gelände noch geändert werden muss, damit dort Wohnhäuser entstehen können. Das geplante Wohnviertel sieht sie als Gewinn für Sehnde: „Es ist hinsichtlich der Infrastruktur sehr gut gelegen.“

Bislang hat sich auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei noch noch nicht viel getan. Der Investor will nun zügig mit dem Abriss beginnen. Quelle: Kühn

Von Patricia Oswald-Kipper

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