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Nachrichten Rutschen Teile des Kalibergs ab?
Umland Sehnde Nachrichten Rutschen Teile des Kalibergs ab?
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16:14 22.05.2017
Von Patricia Oswald-Kipper
An der bereits begrünten Seite des Kaliberges sind derzeit Bagger im Einsatz. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen hat mit mehreren Teilnehmern vor rund zwei Wochen die Kalihalde in Sehnde begutachtet. Grund waren Meldungen von Bürgern, die von mehreren Einbrüchen berichteten. "Es gibt eine große und mehrere kleine Einbrüche", sagt Holger Müller, Spreche der Initiative. Er hält die Einbrüche für ein "Riesenproblem". Diese Bilder hätten ihn im negativen Sinne schwer beeindruckt. Das zeige, "dass die Abdeckung der Halde auf Dauer nicht funktioniert". Es sei schwer vorstellbar, dass der Berg später begehbar und von den Bürgern wie geplant nutzbar sei.

Damit stelle sich die Frage, wie solch ein Bauwerk über viele Jahre möglicherweise Jahrhunderte halten solle. Es zeige wie schnell Schäden möglich seien. Es sei nun unklar, wie und ob die nun abgesackte Schicht erneuert werden könne. Der Aufbau der Kalihalde bestehe aus komplizierten unterschiedlichen Schichten mit Drainage und vielem mehr.

Auch die für die Abdeckung der Kalihalde zuständige Firma Kali und Salz (K+S) hat die Risse in der Abdeckung bemerkt und ist derzeit dabei die Probleme zu beheben. "Im abgedeckten Bereich der Halde ist es durch lokale Besonderheiten in einem speziellen Bereich, in dem früher die Bandanlage installiert war, vereinzelt zu Aufbrüchen der Abdeckschicht gekommen", sagt K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Man habe bereits vor einigen Jahren mit der Bergbehörde ein technisches Verfahren abgestimmt, "mit dem solche Stellen saniert werden können", sagt Göbel. Damit werde die dauerhafte Funktion der Abdeckschicht zuverlässig wiederhergestellt, versichert er. Das abgestimmte Konzept habe seine Praxistauglichkeit bereits unter Beweis gestellt.

Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke kann die Arbeiten an dem bereits begrünten Teil des Berges von seinem Fenster aus beobachten. Er sieht allerdings keinen Grund zur Sorge. "Ich gehe davon aus, das das alles repariert wird", meint Lehrke: "Wir werden da von der Firma regelmäßig informiert." Der Stadtchef sieht auch keine Einschränkung für die künftige Haldennutzung - etwa für das alle paar Jahre stattfindende Bergfest auf dem Gipfel des knapp 100 Meter hohen Berges. "Wir haben keine Hinweise, dass das nicht mehr möglich sein wird", sagt Lehrke. Deshalb sei er sehr optimistisch, dass das Fest weiter stattfinden werde.

Kaliberg in Sehnde

Als Monte Kali, auch Kaliberg, Kalimandscharo, werden umgangssprachlich mehrere Abraumhalden in Deutschland bezeichnet, die aus Abraumsalz der Kalisalzproduktion bestehen. Die Halde Friedrichshall in Sehnde wird bereits als Freizeitgelände genutzt. Die Begrünung der Halde begann 1997. Die Stadt hatte dazu ein Nachnutzungskonzept mit Bürgerbeteiligung erstellt. Damit ist ein Naherholungsgebiet entstanden bei dem etwa Kindergärten Pflanzenpatenschaften übernommen haben. Und alle drei Jahre feiern die Sehnder auf der Spitze ein Bergfest. Dabei kommen stets rund 10.000 Menschen auf den Berg. Der Kalimandscharowird weiter begrünt und soll nach und nach mehr der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Ziel ist eine Fertigstellung bis etwa zum Jahr 2020.

Die Krater in der Abdeckung sollen jetzt nach und nach beseitigt werden und der Berg wieder eine neue Deckschicht erhalten. Quelle: Privat

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