Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Präsidentenbesuch beim Civitan Club Sehnde
Umland Sehnde Nachrichten Präsidentenbesuch beim Civitan Club Sehnde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:44 03.03.2018
Die Delegation des deutschen Civitan Clubs mit Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann (vorn, Zweiter von links), rechts daneben Kendyl Massey, rechts dahinter Governor Hans-Jürgen Grethe. Quelle: privat
Bilm

 Das war für den Civitan Club Sehnde eine ganz besondere Ehre und ein seltener Besuch: Zum Distrikttreffen der deutschen Clubs, der diesmal in Bilm stattfand, war Kendyl Massey, Präsidentin Civitan International, mit ihrem Ehemann Michael Morgan extra aus Tennessee (USA) angereist – rund 7360 Kilometer. Eingefädelt hatte den Besuch das Sehnder Mitglied Hans-Jürgen Grethe, der auch Governor des Civitan International Distrikts Deutschland ist.

Die Civitan Clubs leisten international unbürokratische Hilfe für in Not geratene Menschen. In Sehnde ist der Club etwa Träger der Sehnder Tafel, organisiert alle zwei Jahre einen Wohltätigkeitsball, beteiligt sich an der Aktion „Gemeinsam Teller füllen“ der Rewe-Kette und veranstaltet seit 18 Jahren die Sehnder Grillmeisterschaft. Diese Aktivitäten waren auch Thema beim Distrikttreffen im Parkhotel Bilm, wo alle sechs deutschen Clubs über ihre Aktionen berichteten.

Zu den Aufgaben des immer auf ein Jahr gewählten Präsidenten gehöre es, Clubs in aller Welt zu besuchen, sagt Grethe: „Das ist schon ein Vollzeit-Ehrenamt-Job.“ Aber Grethe hat offenbar gute Kontakte in die USA: Als europäischer Civitan-Koordinator hatte er 2011 die Interessen der europäischen Clubs beim internationalen Treffen in Birmingham/Alabama vertreten. Selbstverständlich sei es nicht, dass ein Präsident dem Treffen beiwohne. „Es passte sich gut“, sagt der Sehnder mit Understatement, „da sie vorher in Norwegen und Ungarn war.“

Ehrensache, dass Grethe, der derzeit für die Koordination des deutschen Distriktes verantwortlich ist, ein Besichtigungsprogramm für die amerikanischen Gäste zusammenstellte. Einer der Höhepunkte war der Besuch des Rathauses in Hannover samt Empfang durch Bürgermeister Thomas Hermann. „Er hat sich fast zwei Stunden Zeit genommen, einen Dolmetscher mitgebracht und sich mit uns über die soziale Situation in Deutschland ausgetauscht.“ Die sei grundlegend anders als in den USA, denn ein soziales Netz mit Krankenversicherung und Sozialhilfe kennten die Amerikaner nicht. „Da haben die Menschen zur Not vier oder fünf Jobs, damit sie über die Runden kommen“, veranschaulicht Grethe.

Bei ihren Ausflügen bekamen die Gäste besonders Historisches zu sehen: Neben einem Rundgang durch die hannoversche Altstadt standen auch Hildesheim mit seinem als Weltkulturerbe ausgezeichneten Dom, die Celler Innenstadt mit den teils aus dem 16. Jahrhundert stammenden Häusern und die Marienburg auf dem Programm. „Was uns eigentlich noch gar nicht so alt erscheint, ist für Menschen aus Amerika bereits unglaublich alt“, sagt Grethe.

Von Sandra Köhler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Interessante Begebenheiten der Ortsgeschichte will die Heimatbundgruppe Unser Höver in unregelmäßig erscheinenden Heften vorstellen. Demnächst erscheint die zweite Ausgabe der Chronik.

03.03.2018

Die Stadt hat im Petersweg in Höver nur sieben der 16 Birken gefällt, obwohl der Ortsrat alle weg haben wollte. Die Verwaltung will den Rest beobachten, während Anwohner Angst vor dem nächsten Sturm haben.

02.03.2018

Das Regionalmuseum auf dem Gutshof in Rethmar widmet sich in seiner neuen Sonderausstellung ab dem 4. März dem Thema Handarbeiten.

01.03.2018