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Umland Sehnde Nachrichten Beim Herbstfest ist Geld kein Thema
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00:16 01.11.2017
Beim Herbstfest der Flüchtlingshilfe Sehnde können Kinder nach Herzenslust basteln. Quelle: Sandra Köhler
Rethmar

Speisen aus aller Herren Länder, eine Tanzvorführung der Gruppe Koma Kurdistan, Kinderschminken und Basteln, Flohmarkt und Glücksrad sowie ein Laternenumzug waren die Angebote beim Herbstfest. "Diesmal haben wir auch viele Rethmarer erreicht", freut sich Koordinatorin Maria-Luisa Myrach: "Wie das Ehepaar, das sagte, es wohne nur ein paar Straßen weiter und wolle uns endlich einmal kennenlernen." Die Akzeptanz für die Arbeit der Flüchtlingshilfe sei deutlich gewachsen. Auch Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke (CDU) und der Vorsitzende des SPD-Ratsfraktion Olaf Kruse hatten vorbeigeschaut. Dass der Verein nach eigenen Angaben mehr Geld für seine Arbeit braucht, war an diesem Tag aber kein Thema.

Dabei seien zwischen 65.000 und 68.000 Euro statt der bisherigen 50.000 Euro von Nöten, um die Arbeit befriedigend umsetzen zu können, sagt Myrach. "In erster Linie sind es Personalkosten." Neben ihrer Koordinatorenstelle gebe es trotz zahlreicher Ehrenamtlicher und Paten aus dem Verein sowie dem Netzwerk ENAS einen dringenden Bedarf für einen zusätzlichen Minijobber. Denn die Einrichtung werde auch von Flüchtlingen aus Rethmar, Sehnde, Höver und Ilten besucht.

Auch habe es sich bewährt, parallel zu dem jeweils sonnabends von 14 bis 17 Uhr für Begegnungen geöffneten Treffpunkt Zur Vielfalt auch Sprechzeiten für die Geflüchteten anzubieten: "Da können sie sich gleichzeitig schlau machen über Kindergeldanträge, GEZ, Krankenkasse oder was sonst so anfällt." Diese Sprechstunde müsse allerdings mit Hauptamtlichen oder Mitarbeitern der Diakonie besetzt sein. Schön sei, dass es mittlerweile Computerarbeitsplätze und freies WLAN gebe. "So kann man da mal schnell was machen." Das komme auch beim neuen Bewerbungstraining zum Tragen, sagt die Koordinatorin: "Ein ehemaliger Chef in einem größeren Unternehmen möchte uns unterstützen. Er wird Geflüchtete beraten und mit ihnen Bewerbungsgespräche üben." 

Die ehrenamtlichen Deutschkurse dagegen seien ein wenig eingeschlafen, sagt die Koordinatorin. "In diesem Jahr hatten wir nur 17 neue Geflüchtete plus Familiennachzug. Die haben alle schnell einen Platz bekommen." Dafür boomt der Deutschunterricht für Frauen mit gleichzeitiger Kinderbetreuung in den Räumen der Flüchtlingshilfe. "Das haben wir im August mit 20 Teilnehmerinnen angefangen. Jetzt haben wir bereits eine Warteliste." Da die VHS die Kinderbetreuung nicht sicherstellen könne, kümmern sich jetzt dreimal die Woche Ehrenamtliche um die Kinder. 

Fotostrecke Sehnde: Beim Herbstfest ist Geld kein Thema

Von Sandra Köhler

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