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Umland Sehnde Nachrichten Grundschüler zeigen mehr als 300 Kunstwerke
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13:53 22.02.2018
Kunterbunte Kunst: Mariola (8, von links), Amelie (9) und Jeannet (8) zeigen ihre "Nana"-Figuren. Quelle: Katja Eggers
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Sehnde

 Die Grundschule Breite Straße hat sich am Freitagnachmittag einmal mehr von ihrer kreativen Seite gezeigt. Die Gänge im Erdgeschoss wurden dabei zum Kunstmuseum. Die Kinder zeigten dort mehr als 300 Arbeiten, die sie zum Thema „Stadt in der Kunst – Kunst in der Stadt“ gestaltet haben. Zu sehen waren Bilder in verschiedenen Techniken wie Bleistift, Tusche oder Kreide. Die Mädchen und Jungen hatten zudem auf Stoff gemalt, Objekte aus Papier gestaltet und sogar Milchpackungen zu Kunstwerken gemacht.

Milchtüten werden mit viel Farbe zum Kunstwerk. Quelle: Katja Eggers

Mit ihren Lehrern hatten sich die Mädchen und Jungen dem Thema etwa ein halbes Jahr lang im Kunstunterricht und an einem Projekttag gewidmet. Als Vorbilder dienten namhafte Künstler. „Wir haben uns intensiv mit den Werken von Friedensreich Hundertwasser, Niki de Saint Phalle, Paul Klee, Antzon Gaudi und James Rizzi beschäftigt“, erklärte Lehrerin Annika Knauth-Pintag, die das Projekt federführend organisiert hat.

Vom Schulkindergartenkind bis zum Viertklässler hatten alle Kinder an dem Mega-Kunstprojekt mitgewirkt. Bei der Vernissage zeigten die jungen Künstler ihre Werke stolz Eltern, Großeltern und Geschwistern. Mariola, Amelie und Jeannet aus der Klasse 3c hatten etwa Figuren aus Pappmaché angefertigt, die den legendären hannoverschen „Nanas“ von Niki de Saint-Phalle nachempfunden sind. „Wir haben die Figuren erst geformt und dann bunt angemalt, das hat ganz viel Spaß gemacht“, sagte die achtjährige Mariola.

Noah (9, links) und Lukas (8) haben Häuser im Stil des Pop-Art-Künstlers James Rizzi gemalt. Quelle: Katja Eggers

An der Wand gegenüber hing ebenfalls kunterbunte Kunst. Die Klasse 3a hatte dort ihre Bilder von farbenfrohen Häusern aufgehängt. Diese waren im Stil des Pop-Art Künstlers James Rizzi gestaltet und hatten mitunter Gesichter. „Das ist so, weil James Rizzi eine lebendige Stadt wollte“, erklärte der achtjährige Lukas. Seinen Häusern hatte er mit Tusche daher fröhliche Augen und lachende Münder verpasst.

Gesichter für Sehnde: Tabea (9, links) und Amelie (8) haben mit ihren Mitschülern Mülleimern, Hydranten, Türen und Stromsäulen ausgeschnittene Augen und Münder aufgeklebt. Quelle: Katja Eggers

Die 3a hatte aber auch der eigenen Stadt ein Gesicht gegeben. Als „Kunstpiraten“ waren die Schüler durch Sehnde gezogen und hatten Hydranten, Mülleimern, Stromsäulen und Bäumen ausgeschnittene Augen und Münder aus Papier aufgeklebt. Tabea und Amelie hatten zudem einer Tür der Grundschule ein Gesicht verpasst. Die Nase war dabei der Türknauf. „Mit unserer Kunstaktion haben wir der Stadt vielerorts ein Lächeln geschenkt“, erklärte Knauth-Pintag.

Kunstprojekte im großen Stil gibt es an der Grundschule Breite Straße alle zwei Jahre. Die Farbe Blau war dabei ebenso schon Motto wie der Rote Faden. Auch diesmal werden die Werke noch eine ganze Weile in der Schule zu sehen sein, bevor die Schüler sie schließlich mit nach Hause nehmen. „Nana“-Künstlerin Jeannet weiß schon genau, wo ihr Kunstwerk dann hinkommt. „Ins Wohnzimmer“, kündigte die Achtjährige stolz an.

Schulen im Stil von Friedensreich Hundertwasser. Quelle: Katja Eggers

Von Katja Eggers

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