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Umland Sehnde Nachrichten Boogie-Woogie mit voller Hingabe im Bonhoefferhaus
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14:06 22.02.2018
Tief in seine Musik versunken: Mit geschlossenen Augen schafft Thomas Scheytt eine intensive Mischung aus Boogie Woogie, Blues und Ragtime bei seinem Konzert im Bonhoefferhaus. Quelle: Susanne Hanke
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 Er hat sich verliebt. Und zwar in ein besonderes Genre der Musik, den „Suitcase Blues“ aus dem Jahr 1928. Dieses Geständnis hat Pianist Thomas Scheytt am Sonnabendabend bei seinem vom Kulturverein organisierten Konzert im Bonhoefferhaus dem Publikum gleich zu Beginn gemacht. Und wie heftig diese Liebe in seinem Herzen tobt, bekamen die Besucher dann mehr als deutlich zu spüren. Scheyett legte mit einer solchen Intensität los, dass das Publikum umgehend mit begeisterten Zwischenrufen antwortete.

Mit geschlossenen Augen kroch Scheytt förmlich in den schwarzen Flügel, um mit flinken Fingern den beschwingten Geist dieser amerikanischen Musik hervor zu locken. Der Pianist vermittelte darüber hinaus auch eine historische Rückführung zu den Wurzeln des Boogie-Woogie mit Originalkompositionen aus den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts.

Der Blues habe sich von der Stimme, dem Gesang und der Begleitung mit der Mundharmonika entwickelt. Dabei sei der Bass das wichtigste Instrument, er bilde das Fundament, werde aber kaum wahrgenommen, erläuterte er und widmete sich mit dem „Walking Base“ dieser wichtigen Figur. Es sei so eine Art Wanderlied, übersetzte Scheytt und mit seiner lebendigen Beinarbeit bot er ein sehr rhythmisches Bild dazu.

Ein weiteres Stiefkind des Blues, dem Ragtime, der etwas aus der Mode geraten sei, so Scheytt, brachte er ebenso gut gelaunt unter die Leute. Den „Karussell Ragtime“ habe der schwäbische Jazz-Komponist Hans-Jürgen Bock für seine Enkelin geschrieben, erzählte der Pianist, der ebenfalls seine Wurzeln im Schwäbischen hat. „Sie sind ja alle gut druf !“, freute er sich über die spontanen Zurufe aus dem Publikum. Das konnte er ebenso mit eigenen Kompositionen überzeugen. Beim „Fifty Dollar Boogie“ begleitete ihn das Publikum schließlich mit rhythmischen Klatschen. Ja, wirklich: Alle gut drauf an diesem Abend – wie sich das für Boogie-Woogie gehört.

Von Susanne Hanke

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