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Umland Sehnde Nachrichten Stadtbrandmeister empfiehlt Transistorradio
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00:36 22.03.2018
In der KGS-Mensa besprechen die Sehnder Ortsfeuerwehren das vergangene Jahr. Quelle: Michael Schütz
Sehnde

Der Stromausfall, der am Sonnabend die südlichen Ortsteile Sehndes weitgehend lahmgelegt hat, war am Sonntag auch Thema beim Stadtfeuerwehrtag in der KGS-Mensa. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke nutzte die Gelegenheit, sich für den Einsatz der Feuerwehrleute zu bedanken. Sie hatten am Abend nicht nur einen Krisenstab im Feuerwehrhaus Müllingen-Wirringen eingerichtet. In Wehmingen und Bolzum wurden die Feuerwachen ebenfalls besetzt und für die Öffentlichkeit als Anlaufpunkt zur Verfügung gestellt. Die Stromversorgung in Müllingen-Wirringen wurde vom THW sichergestellt. „Einige wenige Bürger habe  sich dort eingefunden und wurden betreut“, erklärte Stadtbrandmeister Jochen Köpfer.

Die Information der Dorfbewohner habe besonders über die sozialen Medien gut geklappt, zog Köpfer Bilanz. Da aber Handys nicht geladen werden konnten und nicht alle über ein stromunabhängiges Transistorradio verfügen, habe sich die Feuerwehr dazu entschlossen, mit Lautsprecherwagen durch die Orte zu fahren. Köpfer erwähnte dabei die Empfehlung, die das Bundesamt für Zivilschutz gibt: „Eigentlich sollte jeder ein batteriebetriebenes Radio im Haus haben.“ Der Stadtbrandmeister sah den Stromausfall auch aus einer überörtlichen Perspektive. Die Stromversorgung sei auch wegen der Einleitungen aus dem Ausland und eventuell drohenden Terroranschlägen gefährdet: „Wir müssen uns mit dem Thema beschäftigen.“

In seinem Bericht sah Köpfer die Sehnder Stadtfeuerwehr gut aufgestellt. 488 Männer und 62 Frauen bildeten die Einsatzabteilung, rechnete er vor. Mit 222 sei die Zahl der Einsätze um rund 70 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Insgesamt fünf neue Fahrzeuge seien den Sehnder Wehren zur Verfügung gestellt worden. Zwei Mehrzweckfahrzeuge konnten die Feuerwehren Müllingen-Wirringen sowie Haimar direkt beim Feuerwehrtag in Empfang nehmen. 

Carl Jürgen Lehrke (links) und Jochen Köpfer (Zweiter von rechts) übergeben neue Fahrzeuge an die Ortsbrandmeister Jürgen Hanne (rechts) und Thomas Grun. Quelle: Stadtfeuerwehr Sehnde

Allerdings kritisierte Köpfer, dass der Bund ein über den Katastrophenschutz der Länder in Sehnde stationiertes Fahrzeug abgezogen habe. „Wir können nicht die Defizite von Bund und Land ausgleichen.“ Er hoffe, dass es dafür bald einen Ersatz gebe.

Stadtbrandmeister Jochen Köpfer bemängelt die Verzögerungen beim Digitalfunk. Quelle: Michael Schütz

Außerdem bemängelte der Stadtbrandmeister, dass die Leitstelle der Region immer noch nicht per Digitalfunk erreichbar sei. „Durch den vorgegebenen Parallelbetrieb von Analog- und Digitalfunk entstehen uns erhebliche Kosten.“ Der stellvertretende Regionsbrandmeister Eberhard Schmidt konnte den Sehndern mitteilen, dass sich das bald ändern werde: „Im Oktober geht es los.“

Ortsfeuerwehr Rethmar hat neue Führung

Einen Wechsel an der Spitze der Ortswehr Rethmar konnten die Besucher des Stadtfeuerwehrtages verfolgen. Der langjährige Ortsbrandmeister Diethelm Huch und sein Stellvertreter Siegfried Freitag scheiden Ende März aus dem Amt und wurden bei der Veranstaltung verabschiedet. Huchs Nachfolger Max Digwa sowie dessen Stellvertreter Christian Huch wurden vereidigt. Stadtbrandmeister Jochen Köpfer wurde vom stellvertretenden Regionsbrandmeister Eberhard Schmidt für besondere Verdienste im Feuerwehrwesen mit der Ehrennadel in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet. „Du bist ein Stadtbrandmeister von altem Schrot und Korn“, lobte Schmidt. Geehrt wurden zudem Erhard Bödecker aus Bilm für 50 Jahre und Alfred Goldbeck aus Evern für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr. tz

Von Michael Schütz

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