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Umland Sehnde Nachrichten Bürgerbüro: Sehnder warten achteinhalb Minuten
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00:16 30.12.2017
Fachdienstleiter Oliver Bartl zieht zu Demonstrationszwecken am Wartemarkenspender eine Nummer.  Quelle: Katja Eggers
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Sehnde

  Im Bürgerbüro der Stadt Sehnde müssen Einwohner durchschnittlich gerade einmal achteinhalb Minuten warten, bis sie an der Reihe sind. Das hat eine Auswertung von Oliver Bartl, dem Fachdienstleiter Bürgerbüro und Standesamt, ergeben. „Unsere Wartezeiten sind im grünen Bereich“, erklärt Bartl. 

Um die Wartezeiten übersichtlicher und kürzer zu gestalten, hatte die Stadt Anfang 2016 im Bürgerbüro eine Aufrufanlage mit Wartemarkenspender eingerichtet. Und die Zeiten liegen demnach auch buchstäblich im grünen Bereich: Auf der Homepage der Stadt ist eine Grafik veröffentlicht, die es den Bürgern ermöglichen soll, die ungefähren Wartezeiten im Bürgerbüro abzuschätzen. Die Zeiten mit hohem Publikumsverkehr sind dort rot markiert, die mit geringem Aufkommen grün. 

 Dazwischen gibt es Gelb- und Orangetöne. „Je grünlicher die Farbe, desto kürzer die Wartezeit“, erklärt Bartl. Am längsten müssen Bürger demnach am Donnerstag warten, dem einzigen Tag, an dem das Bürgerbüro auch nachmittags öffnet. „Die Stoßzeiten sind zwischen 15 und 16 Uhr“, erläutert Bartl. Durchschnittlich kämen donnerstags 150 Bürger ins Bürgerbüro, montags seien es etwa 100.

Andrang herrscht auch donnerstags von 17 bis 18 Uhr und montags zwischen 10 und 11 Uhr. Vormittags zwischen 9 Uhr und 11 Uhr ist es laut Bartl ebenfalls voller als zu anderen Tageszeiten. Bartls Tipp: „Wer wenig warten möchte, taucht am besten montags oder dienstag ab 13 Uhr auf.“

Bartls Auswertung hat ergeben, dass alle Sehnder im Jahr 2017 zusammengerechnet mehr als 80 Tage im Bürgerbüro gewartet haben. Diese Zahl wirke zwar sehr erschreckend, relativiere sich jedoch, wenn man sie auf die einzelnen Besucher umlege: Die Wartezeit der mehr als 13.849 Bürger würde demnach durchschnittlich acht Minuten und 28 Sekunden betragen, die Hälfte der Besucher habe weniger als vier Minuten warten müssen. „Alles in allem haben wir also kurze Wartezeiten“, betont Bartl. Selbst am Donnerstagnachmittag betrage die durchschnittliche Wartezeit lediglich 14 Minuten.

Die Auswertung zeigt zudem, dass rund 20 Prozent der Bürger mit ihrem Anliegen bereits nach gerade einmal 20 Sekunden zu einem der vier Arbeitsplätze im Bürgerbüro gehen können. Zehn Prozent müssen länger als 30 Minuten warten, nur weniger als ein Prozent der Bürger warten bis zu eine Stunde.

Unter Berücksichtigung der Bearbeitungszeiten könne man mit üblichen Anliegen wie Melde-, Pass- und Ausweiswesen damit rechnen, im Rathaus nicht mehr als eine halbe Stunde zu verbringen. Und das, obwohl die Stadt die Öffnungszeiten für ihr Bürgerbüro seit Mitte des Jahres reduziert und seitdem nicht mehr durchgehend auf hat, sondern von 12.30 bis 13.30 Uhr schließt. „Das haben wir seinerzeit umgeändert, weil mittags stets wenig Menschen zu uns kamen“, sagt Bartl.

In der Vergangenheit hatte das Bürgerbüro zudem freitagnachmittags geöffnet. „Aber diese Zeit war komischerweise nicht gefragt“, erinnert sich der Fachdienstleiter. Die Auswertung hat aber auch gezeigt, dass Wartezeiten durchaus auch einmal von der Norm abweichen: An manchen Tagen dauert es bis zum Aufruf fast eine Stunde.

Auf einem Monitor können die Bürger ablesen, wenn sie an der Reihe sind. Quelle: Katja Eggers

„Bürger haben oft nicht nur ein Anliegen, sondern mehrere und wollen zum Beispiel sowohl ihr Auto anmelden als auch ihren Reisepass beantragen“, erklärt Bartl. Und die Ameldung von sieben Autos könne mitunter schneller über die Bühne gehen als die Zulassung eines Treckers samt Gutachten.

Von Katja Eggers

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