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Umland Sehnde Nachrichten Das Akkordeon bleibt trocken
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00:17 28.09.2017
Das Trio Belleville mit Joe Dinkelbach (von links), Knut Richter und Hervé Jeanne. Quelle: Michael Schütz
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Ilten

Zur Veranstaltung gekommen waren Stammgäste wie Helga und Friedhelm Kreth. „Wir haben die Tasche voller Schirme“, sagte Helga Kreth – und die waren auch nötig. Die beiden Hannoveraner treffen sich beim Jazz regelmäßig mit Freunden, die sie hinterher noch auf ihr Stück Land in Ilten einladen, um Kaffee und später Häppchen zu genießen. „Ich bin in Ilten aufgewachsen, deswegen haben wir hier noch diese kleine Grundstück“, sagte Helga. Die beiden waren voller Lob für die vier Jazz-im-Park-Sonntage, denn es habe keinen Ausfall gegeben. „Normalerweise ist der dritte Sonntag von der Qualität der Musiker her nicht so gut“, meinte Friedhelm Kreth. „Dieses Mal mit Brazzo Brazzone war es sehr gut.“ Auch am Programm des letzten Sonntags, bei dem das Karsten Gohde Quartett, das Trio Belleville und Juliano Rossi mit seiner Band auftraten, hatten sie nichts auszusetzen – auch nicht an den Stilrichtungen: „Jazz ist Jazz“, sagten die beiden und verzichteten darauf, Präferenzen zu äußern.Aus Wehmingen waren Beata und Markus Moege nach Ilten gekommen. „Das ist Tradition“, sagte Beata Moege. Wie die Kreths treffen die beiden in Ilten Freunde zum Klönen. „Und es gibt schöne Musik“. Dass es dieses Mal regnete, sei ungewöhnlich, sagten die beiden. „In den vergangenen Jahren hatten wir fast immer gutes Wetter.“

Diese Wahrnehmung deckt sich mit den Erfahrungen von Uwe Thedsen. Das Mitglied des Jazz-Clubs Hannover war für das Programm verantwortlich, denn der letzte Jazztag in Ilten steht immer im Zeichen von Mike Gehrke, dem 2004 verstorbenen Jazz-Club-Chef und hannoverschen Imagepfleger. Als Freund von Wahrendorff-Geschäftsführer Matthias Wilkening hatte Gehrke Anteil daran, dass es die Jazzreihe in Ilten gibt, weswegen das Programm am letzten Tag vom Jazz-Club organisiert wird. „Wir achten immer darauf, dass wir gute Qualität zum Mike-Gehrke-Tag nach Ilten bringen“, sagte Thedsen. „Und jede Band soll eine andere Stilrichtung repräsentieren.“

Für den Gypsy-Jazz sorgte das Trio Belleville, das mit dem Gitarristen Knut Richter einen beim Jazz im Park guten Bekannten auf die Bühne brachte. Richter hatte für den Auftritt als Trio Bassist Hervé Jeanne und Joe Dinkelbach mit seinem Akkordeon mitgebracht. Das Ensemble erzeugte Klangfarben, die eher selten zu hören sind. Das Wetter machte allerdings auch den Musikern zu schaffen. „Wenn das Akkordeon nass wird, ist es vorbei“, sagte Dinkelbach. Gitarre und Bass seien auch nicht unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, ergänzte Richter. Probleme gab es allerdings nicht, und so konnte das Trio sein Konzert planmäßig zuende spielen.

Wegen des regnerischen Wetters bleiben einige Bänke beim Jazz in Ilten leer. Quelle: Michael Schütz

Von Michael Schütz

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