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Nachrichten Im Wald bei Wassel steht Kunstwerk mit Gruselfaktor
Umland Sehnde Nachrichten Im Wald bei Wassel steht Kunstwerk mit Gruselfaktor
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00:41 25.03.2018
Mysteriös und etwas gruselig: Das Kunstwerk im Wald zwischen Bilm und Wassel. Quelle: Katja Eggers
Wassel/Bilm

Was steht denn da für ein mysteriöses Kunstwerk im Wald zwischen Wassel und Bilm? Darüber wird gerade in der Facebookgruppe „Wir sind Sehnder“ spekuliert. „Da ist ja wieder das gruselige Ding“, schreibt ein Mitglied. „Könnte auch im Harz stehen, wie bei der Hexenvertreibung“, meint eine Nutzerin mit Augenzwinkern. „Blair Witch Project Sehnde“ titelte ein anderes Mitglied und spielt damit auf einen gleichnamigen amerikanischen Horrorfilm an. In diese Richtung geht auch die Aufforderung einer weiteren Nutzerin: „Geh bei Vollmond um Mitternacht an die Stelle, dann wirst du sehen, was passiert...“ So weit wollen wir nicht gehen.

Denn wir können hier für Aufklärung sorgen: Das Werk aus Metall und Edelstahl hat keinen mythischen, sondern einen christlichen Hintergrund. „Es zeigt die Kreuzigung Christi“, sagt Heinrich Kracke. Der 62-Jährige gelernte Kunstschmied und Landwirt hat das Werk aus Resten alter landwirtschaftlicher Maschinen wie Pflugscharen zusammengebaut und am sogenannten Hegekampsberg aufgestellt, der höchsten Erhebung in Bilm. Die unheimlichen Figuren mit den gruseligen Gesichtern, die sich um das Kreuz beugen, sollen das Entsetzen um den Tod Jesus widerspiegeln, darunter seine Mutter Maria und seine vermutliche Frau Maria Magdalena. Das Werk stehe dort seit einem Jahr, sagt Kracke, denn dies sei ein historischer Ort. In der Nähe habe man schon Überreste von Rennöfen aus der Eisenzeit gefunden, weshalb die Stelle im Volksmund „Eisenwinkel“ heiße, sagt der Vorsitzende des Realverbandes Bilm. Außerdem seien Wegekreuzungen wie am Wasseler Wald auch Treffpunkte für Radfahrer.

Solche Kreuze an Wegekreuzungen oder Gipfeln aufzustellen, sei eine katholische Tradition, die vor allem im Süden Deutschlands verbreitet ist. Aber auch in der Nachbarkommune Algermissen habe er es schon gesehen, sagt Kracke.ok

Von Oliver Kühn

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