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00:36 30.03.2018
Enge Baustelle: Der Abriss erstreckt sich bis an den Gartenzaun des Nachbargebäudes. Quelle: Oliver Kühn
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Sehnde

 Der Abriss an prominenter Stelle hat es sichtbar gemacht: Sehndes nördliche Kernstadt bekommt ein neues Bürogebäude. Direkt an der Bundesstraße 443, der Lehrter Straße in Höhe der Bushaltestelle „Sehnde Bahnhof“, will die Steuerberatungsgesellschaft Busse & Coll. ihren Betrieb deutlich erweitern – und auch neue Arbeitsplätze in der Stadt schaffen. „Wir sind perspektivisch auf Wachstum ausgelegt“, sagt Jan Eike Busse, einer der vier Geschäftsführer. Dafür muss der Bebauungsplan „Steinweg“, wie er nach der hinteren Zufahrtsstraße heißt, von einem allgemeinen Wohngebiet in ein Mischgebiet umgewandelt werden. Der Ortsrat Sehnde und der Stadtentwicklungsausschuss haben den Plänen bereits zugestimmt.

Das ehemalige Haus mit drei Wohnungen hatte die Steuerberatungsgesellschaft mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft und Gewerbe schon 2016 gekauft. „Wir wollten uns das Grundstück sichern, denn auf unserem jetzigen ist kein Platz mehr“, erläutert Busse. Sonst hätte man irgendwann auf der grünen Wiese bauen müssen. Das wäre aber eine letzte Option gewesen, denn Busses Vater hatte 1977 in Klein Lobke den Grundstein für den heutigen Betrieb gelegt. „Das sind immerhin 41 Jahre Betriebsgeschichte“, sagt der 39-jährige Rechtsanwalt. Heute sind dort rund 50 Mitarbeiter tätig. 

Das Haus mit drei Wohnungen wurde Stück für Stück abgerissen. Dort entsteht in Zukunft ein Bürogebäude. Quelle: Privat

Ende vergangenen Jahres waren die Mieter ausgezogen. Für Manuel Hermida-Lorenzo und sein Team von der Firma Bähre war der Abriss keine leichte Aufgabe. „Das war schwierig, denn die Baustelle ist sehr eng.“ Auf einer Seite musste der Bagger Erdboden bis zum Pflaster des bestehenden Bürogebäudes ausheben, auf der anderen Seite bis zum Gartenzaun des bewohnten Nachbarhauses. 

Die Steuerberatungsgesellschaft plant einen zwei- bis dreigeschossigen Neubau für Büros, Verwaltung und Besprechungszimmer. Konkrete Pläne gebe es nocht nicht, ein Architekt entwickele derzeit Ideen, sagt Busse. Eventuell baue man auch in Zwischenschritten. Nur eines stehe bereits jetzt schon fest: „Wir beginnen damit frühestens im nächsten Jahr.“ So lange wolle man das Gelände als Mitarbeiterparkplatz nutzen.

Das neue Bürogebäude wird direkt an der Haltestelle "Sehnde-Bahnhof" entstehen. Quelle: Oliver Kühn

Die Stadt hatte den Erweiterungswunsch zum Anlass genommen, dass stadtplanerisch ungeordnete Gebiet neu zu überplanen und an die künftige Entwicklung anzupassen. „Wir müssen den Bereich städtebaulich vernünftig ordnen“, sagte Christine Feller vom beauftragten hannoverschen Planungsbüro Lärchenberg. Der südliche Bereich entlang der Steinstraße war noch als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen, obwohl es längst ein Mischgebiet geworden sei – etwa mit der Steuerberatungsgesellschaft und dem Penny-Markt, dessen Parkplatz nach hinten an den Steinweg grenzt.

Aber auch die Tankstelle im Norden soll damit gesichert werden. „Wir wollen sie nicht in ihrem Bestand gefährden“, sagt Feller. Gartenbaubetriebe und Vergnügungsstätten seien aber auch später in dem Mischgebiet ausgeschlossen. Wichtig bei Neubauten sei der Schallschutz gegen den Lärm von der Lehrter Straße und der Bahnstrecke.

Von Oliver Kühn

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