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Umland Sehnde Nachrichten Ortsrat fordert Sicherheit an Feuerwehrhaus
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00:16 22.01.2017
Um die Sicherheit der Feuerwehrleute beim Einsatz zu gewährleisten, fordert der Ortsrat einen Fußweg zum Feuerwehrhaus und statt der favorisierten Anforderungsampel zumindest ein Hinweisschild auf die Ausfahrt an der Sarstedter Straße. Quelle: Sandra Köhler
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Müllingen

"Kleine Ortschaften drohen immer ein wenig hinten runter zu fallen", sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grun (SPD). Damit das Müllingen und Wirringen nicht passiert, hat der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung seine Wünsche für die Haushaltsberatungen angemeldet - die meisten betreffen die Verkehrssicherheit. Eine Bedarfsampel am Feuerwehrhaus, bei der die Feuerwehr im Falle eines Einsatzes aufs Knöpfchen drücken und den vorbeifahrenden Verkehr mittels Rotlicht hätte stoppen können, wäre die beste Lösung gewesen, findet Grun. "Damit die Kameraden sicher zu ihren Einsätzen kommen." Doch an Landesstraßen wie der L 410 gibt es dafür hohe Hürden.

Weil aber kaum ein Fahrzeug die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer einhalte und sich dort schon ein Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug ereignet hat, soll auf Antrag der SPD-Fraktion wenigstens ein Hinweisschild aufgestellt werden. "Damit die Autofahrer überhaupt registrieren, dass es eine Feuerwehrausfahrt ist", sagt der Ortsbürgermeister. Bei der letzten Verkehrszählung seien 85 Prozent der gezählten 20.000 Fahrzeuge schneller gewesen als erlaubt. Der Spitzenreiter habe 130 Stundenkilometer auf dem Tacho gehabt. Deshalb soll dort auch noch ein Fußweg zur Sicherheit der Feuerwehrleute angelegt werden, "damit sie nicht auf der Straße zum Einsatz eilen müssen", so Grun. Rund 10.000 Euro würde dies kosten.

Einen Verkehrsspiegel fordert der Ortsrat auf Antrag der CDU an der Einmündung Bokumer Straße/Müllinger Straße. "Die Einfahrt in die Müllinger Straße ist schlecht einsehbar und sehr gefährlich", sagt Grun. Zwar habe die Stadt bereits durchblicken lassen, dass sie im gesamten Stadtgebiet keine Spiegel aufstelle - einen Grund habe sie aber nicht genannt: "Dann sollen sie sich mal Gedanken machen, was sonst geht."

Ebenfalls ein Dauerbrenner ist die von allen Fraktionen geforderte Wiedereinführung der Tempo-30-Zone auf der Müllinger Straße. Diese war vor drei Jahren im Zuge der Straßensanierung von der Region Hannover aufgehoben worden. Da sich laut Polizei seitdem kein Unfall ereignet habe, handele es sich demnach um keinen Brennpunkt. "Das ist aber falsch, es hat nachweislich drei Unfälle gegeben", betont Grun. Ein Halter sei sogar bekannt.

Nicht für die Verkehrssicherheit, aber für Kinder und ihre Eltern wichtig ist die letzte Forderung des Ortsrates: Der Ersatz von Reckstange und Schaukel auf dem Spielplatz am Kindergarten. Die waren wegen Baufälligkeit entfernt worden, neue Geräte gibt es aber noch nicht. "Der Spielplatz wird morgens vom Kindergarten genutzt und auch nachmittags ist da immer was los", sagt Grun. Die Eltern des Kindergartens stünden genauso hinter der Forderung wie der Ortsrat.

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Von Sandra Köhler

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