Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Das Dorf in der sauren Niederung
Umland Sehnde Nachrichten Das Dorf in der sauren Niederung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:25 18.08.2015
Heinz Hellberg bring die Infotafel an den Sörßen-Gedenkstein an: Hartmut Völksen von der Jägerschaft (hinten, von links), Ortsbürgermeisterin Regine Höft und Heimatbundvorsitzender Heinz-Siegfried Strelow freuen sich darüber, dass auf diese Weise ein Stück fast vergessener Sehnder Geschichte wieder lebendig wird. Quelle: Achim Gückel
Sehnde

Seit knapp drei Jahren gibt es für die vermutlich im 15. Jahrhundert aufgegebenen Siedlungen bei Sehnde große Gedenksteine. Jetzt prangen an den Findlingen auch kleine Infotafeln, die Auskunft über die beiden Dörfer geben. Vertreter von Ortsrat, Heimatbund, Dränverband und Jägerschaft haben sie angebracht.

Der Stein, der an Sörßen erinnert, befindet sich an einem beliebten Wanderweg in der Feldmark am Westrand Sehndes. Wer von dort aus in Richtung Rethmar blickt, erkennt die Niederung an der sogenannten Blauen Donau. An diesem Bach lag die 1360 erstmals erwähnte Siedlung, die später Sörßen genannt wurde. Ihr Name deutet auf den Standort in einer feuchten (sauren) Niederung hin. Doch schon gut 200 Jahre nach seinem Entstehen war das Dorf eine verlassene Wüstung.

Der Gedenkstein für Sörßen soll laut Sehndes Ortsbürgermeisterin Regina Höft ein Anlaufpunkt für Ausflügler werden. Das Gelände drumherum soll nun stets freigeschnitten werden. Auch eine Ruhebank gibt es dort.

Klein Sehnde lag einst zwischen Bolzum und Gretenberg. Im Jahre 1274 wurde es erstmals erwähnt. Eine Urkunde des Bistums Hildesheim weist für die Siedling sieben Hofstellen und ein adeliges Haus aus. Schon im frühen 16. Jahrhundert jedoch siedelten die Bewohner allesamt nach Bolzum oder Sehnde über. Heute sind in einem Feldgehölz noch die Rottekuhlen des einstigen Klein Sehnde erkennbar.

Die Gedenksteine für die beiden Wüstungen waren im September 2012 auf Initiative der mittlerweile verstorbenen Heimatbundvorsitzenden Hannelore Verhoef aufgestellt worden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Zentrum Sehndes, direkt am Bahnhof, sollen weitere Wohnungen entstehen. Bebaut werden soll das Areal zwischen alter Peiner Straße und Bahnhofstraße neben dem Aparthotel. Dafür muss ein ehemaliges Gehöft abgerissen werden.

17.08.2015

Auf einem Grundstück an der Elbinger Straße soll ein Flüchtlingswohnheim entstehen. Die KSG plant dort ein Gebäude mit zehn Wohnungen für etwa 45 Menschen. Baubeginn soll spätestens im nächsten Frühjahr sein.

Patricia Oswald-Kipper 16.08.2015

Ein geheimnisvoller Brief, eine plötzliche Zeitreise und ein hinterhältiger Mord: Darum geht es in dem Kurzfilm „Die unerwartete Reise“, der jetzt von zwölf jungen Sehnder Filmemachern im Zuge des Ferienpasses gedreht wurde.

14.08.2015