Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Rat plant Sondersitzung über Assewasser
Umland Sehnde Nachrichten Rat plant Sondersitzung über Assewasser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 22.02.2018
Schon weit mehr als 100 dieser gelben Asse-Kreuze stehen im Sehnder Stadtgebiet. Quelle: Oliver Kühn
Anzeige
Sehnde

 Die geplante Einleitung von Wasser aus der Schachtanlage Asse II ins stillgelegte Bergwerk Friedrichshall wird in Kürze noch einmal in der Politik ausführlich diskutiert. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) habe, wie schon sein Vorgänger Stefan Wenzel (Grüne) im Oktober, einem Gespräch zugestimmt. Es soll am am 28. Februar stattfinden. Das teilt die Bürgerinitiative „Assewasser – Nein Danke“ mit. Auch der Rat will sich in einer Sondersitzung am 13. März nochmals mit dem Thema befassen, obwohl er die Einleitung in einer gemeinsamen Resolution im Dezember bereits abgelehnt hatte. 

Hintergrund ist, dass Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke bei einem von der Sehnder Landtagsabgeordneten Silke Lesemann (SPD) vermittelten Gespräch mit Lies im Januar erreicht hatte, dass die Stadt bis zum 15. März eine Stellungnahme abgeben darf. Das sei ein freiwilliges Angebot des Ministers, denn eine Beteiligung der Kommune sei nach dem Bergrecht nicht vorgesehen, sagte Lehrke in der jüngsten Ratssitzung. Eine parlamentarische Debatte im Landtag sei deshalb nicht zu erwarten, ergänzte Lesemann. Wolfgang Ostermeyer (AfD) appellierte an die Ratsmitglieder, den politischen Einfluss ihrer Parteien im Landtag geltend zu machen. 

In der Ratssitzung hatte BI-Sprecher Bernd Nieding nachgehakt, ob „ein Schulterschluss“ zwischen der Bürgerinitiative und der Stadt möglich sei. Viele Sehnder hätten Angst vor gesundheitlichen Folgen und befürchteten einen Wertverlust ihrer Grundstücke sowie einen Imageverlust für die „Familienstadt Sehnde“. Lehrke versprach, dass man die BI, wo es gehe, einbinden wolle.

Günter Pöser (Grüne) machte den Aktivisten aber wenig Hoffnung, selbst etwas bewirken zu können: „Die Möglichkeiten des Rates sind ausgeschöpft, wir können uns nur solidarisch zeigen“, sagte er. Ebenso wie einige andere Ratsmitglieder zollte er der BI aber seinen Respekt, das Thema in der Öffentlichkeit wachzuhalten.

Von Oliver Kühn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Vermarktung der Grundstücke im Neubaugebiet „Kleines Öhr“ in Sehnde hat sich wegen einer „Absagewelle“ von Kaufinteressenten deutlich verzögert. Doch jetzt steht der erste Rohbau.

22.02.2018

Piano-Gewitter im Sehnder Bonhoefferhaus. Am Sonnabendabend ist dort der Boogie- und Blues-Virtuose Thomas Scheyett zu Gast.

21.02.2018

Rettungsaktion in einem Pferdestall in Bilm: Stute Colina verkantet sich  dort erst mit dem Vorderhuf unter einer Eisenstange. Dann befreit die Ortsfeuerwehr das Tier.

21.02.2018
Anzeige