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Kita Ilten: Bürgermeister tritt auf Kostenbremse

Sehnde Kita Ilten: Bürgermeister tritt auf Kostenbremse

Nach Kritik aus der Politik soll der Anbau an die Kita Ilten auf 1 Million Euro begrenzt werden. Das hat Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke angekündigt. Vorher waren 1,35 Millionen Euro vorgesehen.

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Der Anbau an die Kita Ilten soll nur noch 1 Million Euro kosten - ursprünglich waren 1,35 Millionen geplant.

Quelle: Köhler (Archiv)

llten.  Nach der Kritik an den hohen Kosten für den geplanten Anbau an die Kindertagesstätte in der Hugo-Remmert-Straße hat Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke auf die Kostenbremse getreten. „Wir werden die Kosten auf 1 Million Euro begrenzen“, teilte das Stadtoberhaupt unlängst dem Rat mit. Er kam damit einer kritischen Diskussion in dem Gremium zuvor, denn diese Summe war von der Politik bereits im Vorfeld parteiübergreifend gefordert worden. Ursprünglich waren von der Verwaltung Kosten in Höhe von 1,35 Millionen Euro veranschlagt worden. 

Die Ersparnis von 350.000 Euro ist denn auch von allen Parteien zufrieden zur Kenntnis genommen worden – sie votierten daraufhin fast einstimmig und ohne Debatte für die Pläne der Stadt. Lediglich die AfD stimmte dagegen. „Das ist der falsche Ort“, argumentierte deren Fraktionsvorsitzender Wolfgang Ostermeyer. „Die Verkehrsbelastung ist dort größer und die Wege für Kinder etwa aus Höver und Bilm weiter.“

Um den vorgesehenen Anbau hatte es vor der Entscheidung eine längere Kontroverse mit teils heftiger Kritik an der Verwaltung gegeben. Der Neubau der Kindertagesstätte Ilten vor drei Jahren habe nur 900.000 Euro gekostet, die Kostensteigerung sei deshalb nicht nachvollziehbar, hatte die CDU moniert. Auch dass die Umsetzung und Neuinstallation der Spielgeräte 80 000 Euro kosten sollte, konnten die Christdemokraten nicht verstehen.

Bereits die Planung hatte etwa den Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses, Edgar Bäkermann (SPD), irritiert. Als der Fachdienst Gebäudewirtschaft erklärt hatte, dass die Kostensteigerung auch daher rühre, dass für den Anbau der Bebauungsplan geändert werden müsse, wunderte sich Bäkermann, dass er davon zum ersten Mal höre. Auf seinen Vorschlag hin hatten sich dann die Parteien in einer gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungs- und Finanzausschusses auf die Obergrenze von 1 Million Euro geeinigt. Der Antrag der sichtlich verärgerten Ratsfrau Elisabeth Schärling (CDU), die Kosten sogar auf 750.000 Euro zu drosseln, war dagegen abgelehnt worden.

In dem Anbau sollen eine zusätzliche Kindergartengruppe mit 25 Plätzen sowie eine weitere Krippengruppe mit 15 Plätzen mit einer Kernzeit von 8 bis 16 Uhr eingerichtet werden – das ist eine Betreuungszeit, die bisher keine der Sehnder Einrichtungen abdeckt.

Von Oliver Kühn

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