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Hausmeister sind jetzt fit im Energiesparen

Sehnde Hausmeister sind jetzt fit im Energiesparen

Die Stadt Sehnde hat vier ihrer Hausmeister schulen lassen. In einer Fortbildung haben sie gelernt, wie sie den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden senken und so Kosten sparen.

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Hausmeister Detlef Hilgert stellt im Technikkeller der KGS die Förderleistung der Heizungspumpen ein.

Quelle: Foto: Eggers

Sehnde. Die Stadt Sehnde hat vier ihrer Hausmeister schulen lassen. In einer Fortbildung der Klimaschutzleitstelle der Region Hanover haben sie gelernt, wie sie den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden senken und so Kosten sparen und obendrein das Klima schützen können.

„Die Inhalte der Schulung drehten sich um die drei großen Bereiche Gas, Wasser und Strom“, berichtete Detlef Hilgert, einer von drei Hausmeistern an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde. In der ganztägigen Schulung unter dem Motto „Energieeinsparung in Gebäuden – Praktisches Anwenderwissen für Hausmeister“ ging es im Haus der Region in Hannover um solche und ähnliche Fragen: Wie lassen sich Heizungsanlagen so steuern, dass sie effektiv laufen und etwa die Räume pünktlich zum Nutzungsbeginn warm sind, im Laufe des Tages nicht überheizt werden und bei Leerstand keine unnötige Heizenergie verschwenden? Welche Lichttechnik spart am meisten Energie? Und wie lässt sich der Energieverbrauch in Gebäuden regelmäßig überwachen?

In der KGS  wird mit einem Blockheizkraftwerk und einem Brennstoffkessel geheizt. Der Energieverbrauch wird jeden Monat an das Unternehmen WISAC gemeldet. „Da bekommen wir dann eine Rückmeldung und können auch sehen, ob vielleicht zu viel Strom oder Wasser verbraucht wurde“, sagt Hilgert. Dies komme jedoch ganz selten vor, etwa in besonders kalten Wintern, wenn viel geheizt werden müsse.

In der Schulung hat Hilgert viele Tipps bekommen. „Zum Beispiel, dass es besser ist, die Heizungspumpen bei Bedarf nicht übermäßig hochzufahren, sondern vernünftig auszusteuern“, sagt Hilgert. 

Beim Stromsparen ging es darum, auch die Nutzer ins Boot zu holen. Gut 50 Prozent des Stromverbrauchs falle bei der Beleuchtung an und da  könnten auch Lehrer und Schüler den Verbrauch senken. Hilgert und seine Kollegen leiten dann dazu an, in den Klassenräumen während der Pausen das Licht auszuschalten und Computer und Aktivboards herunterzufahren.

Kurzes Stoßlüften ist ideal

„Auch das richtige Lüften ist wichtig“, betont Hilgert. Um nach dem Unterricht Kohlendioxid aus den Räumen und Sauerstoff hineinzubekommen, sei kurzes Stoßlüften bei gleichzeitig geöffneter Tür effektiver als die Fenster für längere Zeit auf Kipp zu stellen. Alles in allem ist die KGS beim Energiesparen laut Hilgert bereits auf einem guten Weg. „Aber natürlich gibt es immer etwas, das man noch besser machen kann“, sagt er.

Die Schulung war ein Angebot der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

Von Katja Eggers

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