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Umland Sehnde Nachrichten Stadt Sehnde wird zum Autohändler
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00:44 25.03.2018
Dieser VW-Transporter T3 steht für 1250 Euro auf der Internetseite der Stadt. Das Blaulicht muss aber noch abgebaut werden. Quelle: Stadt Sehnde
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Sehnde

 Die Stadt Sehnde wird langsam zum Autohändler, und das sehr erfolgreich: Ende vergangenen Jahres hatte sie erstmals drei ausrangierte Feuerwehrfahrzeuge bei einer Online-Aktion im Internet angepriesen – und jetzt tatsächlich alle verkauft. 12 000 Euro hat die Kommune damit eingenommen. Und ein neues Auto steht schon wieder bereit.

„Die Premiere ist gut gelaufen“, resümiert denn auch Ines Raulf vom Stadtmarketing. Die Stadt sei mit dem Erlös für das Tragkraftspritzenfahrzeug, Löschgruppenfahrzeug und Dekontaminationsmehrzweckfahrzeug sehr zufrieden. Anfangs seien die Angebote für die drei Fahrzeuge aus Bilm, Müllingen und Wirringen zwar etwas verhalten gewesen. „Das waren nur fünf bis sieben Bieter pro Fahrzeug“, sagt Raulf. Doch dann habe sich alles gefügt.

Deshalb wolle die Stadt die Online-Auktion auch in der Zukunft fortführen, nicht zuletzt, um auch potenzielle Käufer außerhalb der Region Hannover zu erreichen. „Es gibt offenbar einen Markt dafür und viele Liebhaber alter Feuerwehrautos.“ Früher seien solche Fahrzeuge vorwiegend bei Zollauktionen unter den Hammer gekommen. Auch die Abwicklung sei denkbar einfach. Interessenten könnten online geheim bieten und die Fahrzeuge nach Terminabsprache auch vor Ort in Augenschein nehmen. Alles in allem kein großer Aufwand. 

Dies Prozedere ist auch für das neue Stück vorgesehen. Dabei handelt es sich um einen Mannschaftstransportwagen VW T3 mit sieben Sitzplätzen und nur einem Vorbesitzer – der Polizei Hannover. Als Verhandlungsbasis hat die Stadt 1250 Euro vorgegeben. Wichtigstes Kriterium: Das Auto ist kein Dieselfahrzeug, sondern ein Benziner (Euro 1). 15 Jahre lang hat es seinen Dienst bei der Ortsfeuerwehr Haimar geschoben und jetzt knapp 160 000 Kilometer runter. Deshalb ist das rote Gefährt auch etwas für Liebhaber mit Schrauberqualitäten.

Laut der Fahrzeugbeschreibung im Internet hat der Tank Rostschäden, daher kommt das Auto damit voraussichtlich nicht mehr durch den TÜV, der zudem seit Dezember abgelaufen ist. Rostbefall gibt es auch in den Einstiegen rechts und links. Darüber hinaus läuft der Motor unsauber, die Ventile klappern, der Auspuff ist undicht, die Bremsflüssigkeit alt und die Beifahrertür hängt durch und muss eingestellt werden. 

Wer jetzt allerdings meint, sich einen Kindertraum erfüllen und endlich mal mit einem eigenen Blaulicht durch die Gegend düsen zu können, den muss die Stadt enttäuschen. „Für eine private oder gewerbliche Nutzung ist der Rückbau der Sondersignalanlage mit anschließender Begutachtung zur Änderung der Fahrzeugart in der Betriebserlaubnis erforderlich“, heißt es in reinstem Amtsdeutsch auf der Homepage. Auf gut deutsch: das Blaulicht muss entfernt werden. 

Verbindliche und ernst gemeinte Angebote erwarten Jürgen Hanne vom Fachdienst Ordnung der Stadt Sehnde bis zum 6. April unter Telefon (0 51 38) 70 72 34, E-Mail: juergen.hanne@sehnde.de, oder Maximilian Wirries, Telefon (0 51 38) 707236, E-Mail: maximilian.wirries@sehnde.de.

Von Oliver Kühn

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