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Umland Sehnde Nachrichten Schwarzer Weg: Stadt ermittelt Kosten für Lampen
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16:48 11.03.2018
Abgelegen und unbeleuchtet: Bei Dunkelheit ist der Schwarze Weg etwas unheimlich. Quelle: Oliver Kühn
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Sehnde

 Die Diskussion um eine Beleuchtung des Schwarzen Weges in der Kernstadt nimmt kein Ende. Jetzt hat die SPD-Fraktion im Ortsrat Sehnde die Stadt aufgefordert, die Kosten für eine Erneuerung mit vandalismussicheren Leuchten zu ermitteln. Der Antrag ist im Ortsrat von allen Fraktionen einstimmig befürwortet worden. Eines ist aber jetzt schon klar: Vor dem nächsten Jahr wird es damit nichts, denn das Geld müsste erst bei den Haushaltsberatungen im Herbst für das Folgejahr eingestellt werden – wenn überhaupt. Rat und Stadtentwicklungsausschuss hatten das Projekt aus Kostengründen abgelehnt.

Damit will sich der Ortsrat aber nicht zufrieden geben. Dass die Beleuchtung seit Jahren defekt und nicht mehr in Betrieb ist, sei den Bürgern in der Dunkelheit nicht zuzumuten, sagt SPD-Sprecher Werner Kracke. Der Schwarze Weg, zwischen der Teichstraße und der Trogstrecke an der Peiner Straße gelegen, sei eine wichtige Verbindung von der Chausseestraße in die Stadtmitte und werde auch intensiv genutzt. „Auch im Hinblick auf die Planung der neuen Sporthallen an der Chausseestraße halten wir eine Erneuerung der Beleuchtung für die Zukunft für unerlässlich.“ Ralf Marotzke (CDU) erinnerte daran, dass der Schwarze Weg ein offizieller Schulweg sei und deshalb beleuchtet und kontrolliert werden müsse. Sowohl Kracke wie auch Marotzke bemängelten, dass die Stadt nach einer Anfrage im Januar noch immer keine Daten auf den Tisch gelegt habe, man aber „nicht bis Weihnachten warten will“.

Die Lampen sind immer wieder mutwillig zerstört worden. Quelle: Oliver Kühn

Die Verwaltung hatte ihre Ablehnung damit begründet, dass es keine vandalismussicheren Lampen gebe, die Kosten für ständige Reparaturen zu hoch seien und es auch keine Verpflichtung dafür gebe – und die Sehnder sich auch einen anderen Weg suchen könnten. Das sei im Ortsrat auf Unverständnis gestoßen, deshalb habe man selbst recherchiert, sagte Ortsbürgermeister Helmut Süß (SPD). Es gebe sehr wohl vandalismussichere Leuchten.

In der Sitzung des Ortsrats hat Fachdienstleister Godehard Kraft auf die Kritik reagiert und zugesagt, dass die Kosten bis zu einer Ortsbegehung im Mai ermittelt würden. Man sei bereits dabei. Doch vorher gelte es noch mit der Region Hannover abzustimmen, ob der Schwarze Weg tatsächlich ein offizieller Schulweg ist. 

Aber unabhängig davon, wie lange die Ermittlung der Kosten dauere, wäre eine mögliche Erneuerung in diesem Jahr nicht mehr möglich. Eine Erörterung wäre erst bei den Haushaltsberatungen im Herbst möglich, der Bau bei einer Zustimmung erst nächstes Jahr. Es sei denn, der Rat beschließe eine „überplanmäßige Ausgabe“, sagt Kraft.

Von Oliver Kühn

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