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Umland Sehnde Nachrichten Heimatbund Höver: Neues Heft zur Ortsgeschichte
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00:26 03.03.2018
Der Schnappschuss zeigt die ersten Springer im 1968 eröffneten Lehrschwimmbecken. Quelle: Heimatbund Höver
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Höver

 Die Heimatbundgruppe „Unser Höver“ hat sich der Ortsgeschichte verschrieben. Erstmals wurden im vergangenen Jahr Themen und  Ereignisse der jüngeren Höverschen Vergangenheit in einem eigenen Heft mit dem Titel „Höver – Mehr als Mergel“ samt Ortswappen veröffentlicht. Nun ist die zweite Broschüre fertig: Sie beschäftigt sich mit der Schullandschaft, dem Lehrschwimmbecken und der Turnhalle, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, sowie mit der Zementfabrik. Das Heft wird erstmals bei der Öffnung der Heimatstube am Sonntag, 11. März, vorgestellt. 

„Unser Höver“ ist ein rühriger Verein. Die Gruppe des Heimatbundes Niedersachsen betreibt seit 2012 die Heimatstube und hat mit Jörn Feustel gemeinsam die  Ortschronik gestaltet. „Aber jedes Jahr eine Chronik aufzulegen, ist unmöglich“, sagt Dietrich Puhl, der die Gestaltung übernommen hat. Ein Heft hingegen, das entweder aktuelle Entwicklungen im Ort aufnimmt und mit dessen Historie in Verbindung setzt oder einfach Interessantes aus Hövers Geschichte aufarbeitet – das sei schon möglich, sagt Puhl.

Der Porträtmaler und Aktfotograf Heinrich Plühr gilt als bedeutendster Sohn Hövers. Nach ihm wurde die Prof-Plühr-Straße benannt. Seine Frau Emma tauchte als Karoline Stöhr in Thomas Manns berühmtem Roman "Der Zauberberg" auf.Heimatbund Höver

In der ersten, im vergangenen August in einer Auflage von 100 Exemplaren erschienenen Publikation geht es um die Historie des 1360 erstmals urkundlich erwähnten Ortes – vom Ortsnamen über die Wandlung zur Industriegemeinde bis zur Gebietsreform. Aber auch um „Schule(n) damals und heute“ und um Ernst Köhler, der von 1900 bis 1945 Bürgermeister war und nach dem die „Bürgermeister-Köhler-Straße“ benannt ist. Interessant ist auch der Beitrag zu Hövers bedeutendstem Sohn Professor Heinrich Plühr, nach dem ebenfalls eine Straße benannt ist. Er war einer der bekanntesten Porträtmaler der Weimarer Malerschule und hatte seine Jugend in Höver verbracht. Von Plühr sind noch heute zwei Werke mit christlichen Motiven in der ebenfalls vorgestellten Höverschen Kapelle zu bestaunen. Dass Plühr 1953 verarmt in der ehemaligen DDR starb, gehört zum traurigen Teil der Geschichte.

Nun ist bereits das zweite Heft fertiggestellt. Darin geht es im zweiten Teil von „Schule(n) damals und heute“ – angedockt an die Erweiterung der zur Ganztagsschule umgewandelten Grundschule – um die Entwicklung der Schullandschaft, um 110 Jahre Zement aus Höver sowie um die Turnhalle und das Lehrschwimmbecken, die im Herbst 50 Jahre alt werden. Da gab es noch die Badekappenpflicht, und männlichen Besuchern mit langen Haaren wurde bei der Eröffnung launisch eine Schur angedroht.

Das neue Heft wird bei der nächsten Öffnung der Heimatstube, Am Schulhof 1, am Sonntag, 11. März, von 15 bis 17 Uhr erstmals vorgestellt und ausgelegt. Weil weitere Exemplare eventuell auch in der Poststelle und beim Bäcker erhältlich sein sollen, hat der Verein diesmal gleich 300 Hefte drucken lassen. Zumal das Redaktionsteam sich eine Wechselwirkung erhoffe, sagt Puhl: „Wer in die Heimatstube kommt, kann sich das Heft als Erinnerung mitnehmen. Und wer es wo anders sieht, besucht die Heimatstube vielleicht.“ Dort sind Themen des Heftes auch auf Schautafeln dargestellt. 

Von Sandra Köhler

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