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Feuerwehrnachwuchs misst sich bei Winterolympiade

Sehnde Feuerwehrnachwuchs misst sich bei Winterolympiade

Am Wochenende zeigten sich die Jugend- und Kinderfeuerwehren in Sehnde sportlich. In den Hallen an der Feldstraße traten 220 Kinder zur Winterolympiade an.

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Dominik (10) aus Bilm zeigt sich am Lasso geschickt.

Quelle: Michael Schütz

Sehnde.  Wenn es in diesen Tagen um das Thema Olympia ging, kam das ferne Korea in den Blick, wo bis Sonntag die Olympischen Winterspiele über die Bühne gingen. Aber in Sehnde ging es am Sonnabend ebenfalls olympisch zu – wenn auch ganz ohne Schnee und Eis. In den beiden Sporthallen an der Feldstraße trafen sich die Sehnder Jugend- und Kinderfeuerwehren zu ihrer jährlichen Winterolympiade.

220 Kinder und rund 50 Betreuer wuselten in den Hallen umher und gingen auf einen Spieleparcours, in dem neben sportlichen Fähigkeiten auch Geschicklichkeit und Wissen gefragt waren. Zwölf Gruppen zu je sechs Teilnehmern traten bei der Jugend an, bei den Kinderfeuerwehren waren es sogar 13 Teams. Sie konnten ihr Können auch vor prominenten Gästen wie Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke und Brandabschnittsleiter Detlef Hilgert beweisen. Westerngefühl kam etwa beim Lassowerfen auf, bei dem die Teilnehmer ein, wenn auch stillstehendes, Spielzeugpferd einfangen mussten. Das Gefühl in der Wurfhand war dabei sicher entscheidend, auch wenn viele eher unbefangen an die Aufgabe gingen: „Eine bestimmte Technik haben wir dabei nicht“, gaben Theo und Dominik von der Kinderfeuerwehr Bilm zu.

Anstrengend ging es dagegen an anderer Stelle zu. Die Kinderfeuerwehr Haimar versuchte sich daran, jeweils einen der Gruppe im Wechsel mit einer Rettungstrage auf Zeit durch einen Parcours zu ziehen. Die siebenjährige Jana fand es dann auch viel bequemer, gezogen zu werden, als selber zu ziehen.

Ein gutes Auge war am Schießstand gefragt. Dort legten die Kombattanten mit einem Spielzeuggewehr auf Plastikbecher an. Eine besondere Motivation hatten die Spielemacher eingebaut, indem auf den Bechern die Konterfeie der Betreuer abgebildet waren. Für die aus Kinder- und Jugendfeuerwehr zusammengemischte zweite Iltener Gruppe war das ein willkommenes Ziel, wie die zehnjährige Ann-Kathrin gestand. „Ich habe auf den Carsten gezielt“, bezog sie sich auf ihren Iltener Betreuer, den Jugendfeuerwehrwart Carsten Ude. 

Ausgedacht hatten sich die Spiele in der Feldstraße der Vorjahressieger, die Jugendfeuerwehr Müllingen/Wirringen. Es sei so üblich, dass der Titelverteidiger die Spiele ausrichte, sagte deren Jugendfeuerwehrwart Matthias Grun. „Wir haben schon vor vier Monaten angefangen zu planen“, sagte er. Zwar sei auch das Internet zu Rate gezogen worden, aber die meisten Spiele habe sich die Jugendfeuerwehr selbst ausgedacht. Sämtliche Betreuer und Schiedsrichter habe man in Müllingen und Wirringen sowie von der befreundeten Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse rekrutiert. „Das ist schon eine Menge Vorbereitung“, sagte Grun. Ein weiterer Sieg war da nicht unbedingt erwünscht: „Ein guter zweiter Platz reicht auch.“ Man könne darüber reden, ob dieses Verfahren so bleiben soll, sagte Sehndes stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart Ron Breitenherdt. Denn wenn die Ausrichtung nicht an den Sieg gekoppelt wäre, sei jede Ortsfeuerwehr einmal dran. 

Das könnte auch die Mitglieder aus Müllingen/Wirringen entlasten – denn sie wiederholten ihren Vorjahressieg sowohl bei der Jugend- als auch bei der Kinderfeuerwehr. Damit müssen sie auch im kommenden Jahr die Winterolympiade ausrichten. Bei der Jugend kamen Rethmar und Ilten mit aufs Treppchen, bei den Kindern wurden Höver und Bilm Zweite und Dritte.

Von Michael Schütz

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