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Sehnde Neue Vergabekriterien für Baugrundstücke
Umland Sehnde Neue Vergabekriterien für Baugrundstücke
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13:36 09.11.2018
Bei der Vergabe der Baugrundstücke für das „Kleine Öhr“ hat es viel Ärger gegeben. Quelle: Oliver Kühn
Sehnde

Sehndes Kommunalpolitiker haben den Weg für ein neues Vergabesystem für Baugrundstücke frei gemacht. Die Fraktionen stimmten in der jüngsten Ratssitzung mehrheitlich für die neuen Kriterien bei der Vergabe.

Die Vergabe der Baugrundstücke in den Neubaugebieten „Kleines Öhr“ in Sehnde und „Im Bergfeld“ in Rethmar hatten zu viel Kritik geführt. Die einzelnen Kriterien bei jedem Antragsteller zu bewerten und zu überprüfen machte nicht nur der Stadtverwaltung eine Menge Arbeit, sie brachten letztlich auch nicht das gewünschte Ergebnis. So erhielt etwa ein Häuslebauer, der in Rethmar schon vor wenigen Jahren den Zuschlag bekommen hatte, erneut ein Baugrundstück, während andere leer ausgingen. Einige Eigentümer seien zudem bei den Angaben nicht ehrlich gewesen, hatte die Stadt mitgeteilt. Danach hat die Verwaltung ein neues und vor allem einfacher überprüfbares System präsentiert. Demnach sollen die Grundstücke jetzt jeweils zu einem Drittel an Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind, an Ortsansässige und an sonstige vergeben werden.

Elisabeth Schärling (CDU) empfahl allerdings, das neue Konzept im Anschluss an die Vergabe der Baugrundstücke in Rethmar-West noch einmal zu überprüfen. Wolfgang Ostermeyer (AfD) regte an, das neue Vergabeverfahren künftig auch bei privaten Baugebieten anzuwenden und diese Anforderung schon gleich in die Bebauungspläne aufzunehmen. Sein Fraktionskollege Henning Franke ergänzte, dass diese Praxis in anderen Kommunen schon angewendet würde: „Es ist absolut üblich, die Kriterien auf die städtebaulichen Verträge zu erweitern.“ Günter Pöser (Grüne) wiegelte dagegen ab. „Wie soll das denn gehen?“, fragte er. Man könne privaten Bauträgern nicht solche Vorschriften machen. „Wenn wir jemanden haben, der die Baugebiete erschließt, dann müssen wir es auch ermöglichen, dass er die Grundstücke vergibt“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Er hoffe, dass der neue Ansatz nun besser umgesetzt werden könne.

Nur drei Mitglieder des Rates stimmten für den Vorschlag der AfD, zwei enthielten sich der Stimme. Die übrige Mehrheit von 26 Ratsmitgliedern lehnte den Vorschlag ab und stimmte mehrheitlich für den Vorschlag der Verwaltung.

Von Patricia Oswald-Kipper

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