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Sehnde Snntg-Festival: Polizei zieht positives Fazit
Umland Sehnde Snntg-Festival: Polizei zieht positives Fazit
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12:52 30.07.2018
Symbolfoto Quelle: Archiv
Wehmingen

Das Fazit der Polizei um dreitägigen Snntg-Festival mit 3000 Besuchern auf dem Gelände des Straßenbahnmuseums fällt durchweg positiv aus. Es habe keine besonderen Auffälligkeiten gegeben, teilt das Lehrter Kommissariat mit. Bei den umfangreichen Alkohol- und Drogenkontrollen wurden die Beamten nur selten fündig.

Sowohl bei der An- als auch bei der Abreise der Festivalbesucher ist die Polizei mit insgesamt zwölf Beamten im Einsatz gewesen. Sie kontrollierten auf der Hohenfelser Straße in Wehmingen die Insassen von insgesamt 425 Fahrzeugen. Dabei gab es mehrere Atemalkoholtests – auch Drogenkontrollen und Urintests wurden durchgeführt. „Bei zwölf Kontrollen ergab sich der Verdacht der Beeinflussung durch Betäubungsmittel“, sagt Mario Mantei, Ermittlungschef des Lehrter Polizeikommissariats. Man habe entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

„Auch unsere Rauschgiftspürhunde waren in Wehmingen im Einsatz“, sagt Mantei. Dreimal seien sie fündig geworden. Zweimal fanden die Hunde Cannabis in geringen Mengen, einmal das Aufputschmittel Amphetamin. Die Polizeikräfte stellten zusätzlich 17 Verstöße gegen die Gurtpflicht und einen Verstoß gegen das Handyverbot fest.

Für Mantei fällt das Fazit zum Festival dennoch positiv aus. Gemessen an der großen Zahl der Besucher sei die Zahl der Verstöße sehr gering. Grund sei sicher auch der gut organisierte Shuttle-Service für die Besucher nach Hannover, meint er. Viele der jungen Gäste seien deshalb gar nicht mit dem eignenen Auto gefahren.Auch sonst sei das dreitägige Fest wie bereits im vergangenen Jahr friedlich verlaufen. „Wir haben keine Anzeigen vorliegen, alles verlief ruhig“, sagt Mantei.

Kritik gab es dennoch – und zwar an der Polizeiaktion. Ein Ortsansässiger beschwerte sich über die Vorgehensweise der Beamten. Die Feiernden seien von vornherein unter Generalverdacht gestellt worden, meint er. Dabei habe es dazu keinen Anlass gegeben habe. Mantei kann diese Kritik nicht nachvollziehen. „Eine Veranstaltung mit so vielen Gästen rechtfertigt in jeden Fall die Anwesenheit der Polizei“, sagt er. Dabei stelle man niemanden unter Generalverdacht. Bei Verdachtsmomenten sei die Polizei jedoch verpflichtet, Urin- oder Blutproben zu nehmen. „Und dabei gehen wir der Situation angemessen vor“, betont Mantei.

Von Patricia Oswald-Kipper

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