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Sehnde Energieversorgung springt für insolventen Anbieter ein
Umland Sehnde Energieversorgung springt für insolventen Anbieter ein
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00:18 01.03.2019
Geschäftsführer Frank Jankowski-Zumbrink freut sich, dass die EVS erneut das Gütesiegel „Top-Lokalversorger“ bekommen hat. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Nach TeldaFax, FlexStrom, DEG und weiteren Anbietern ist mit der Bayerischen Energieversorgungsgesellschaft (BEV) erneut ein Energie-Discounter pleite gegangen. Das Unternehmen hatte Ende Januar Insolvenz beantragt. Zu den Verbrauchern gehörten auch 220 Kunden aus dem Sehnder Stadtgebiet. Damit ihre Haushalte dennoch weiterhin mit Gas und Strom versorgt werden, ist nun die Energieversorgung Sehnde (EVS) eingesprungen. Die Mitarbeiter haben die Energieversorgung sichergestellt und stehen mit persönlicher Beratung vor Ort zur Seite. Sie haben alle betroffenen Kunden angeschrieben und ihnen einen unbürokratischen Übergang bei den Energielieferungen versprochen. „Wir spannen für diese Kunden sprichwörtlich den Fallschirm auf“, erklärt EVS-Geschaftsführer Frank Jankowski-Zumbrink.

Fragwürdiges Geschäftsmodell

Dass mit der BEV ein weiterer Billig-Energieversorger pleite gegangen ist, wundert den EVS-Chef nicht: „Das zeigt, wo der Drang nach Wachstum mitunter hinführt, und dass dieses fragwürdige Geschäftsmodell mit Dumpingpreisen und Boni-Versprechungen letztlich nicht aufgeht und zahlreiche geschädigte Kunden zurücklässt.“ Jankowski-Zumbrink ist sich mit Blick auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre zudem sicher, dass solch eine Insolvenz nicht die letzte gewesen ist.

Lokalversorger punktet mit Fairness und Transparenz

Die EVS hingegen gehe mit dem Thema Energiepreise anders um, da sie den langfristigen Nutzen der Kunden in den Vordergrund stelle, betont Jankowski-Zumbrink. „Mit den meist unseriösen Bonus-Geschäftsmodellen der Energie-Discounter wollen wir nicht mithalten, denn das Modell des lokalen Energieanbieters setzt auf Fairness und Transparenz.“ Gegenüber den nach schneller Rendite schielenden Discountern würden lokale Unternehmen wie die EVS ganz anders punkten. Sie seien wichtige Bestandteile in Kommunen, erteilten Aufträge hauptsächlich an Unternehmen vor Ort und erhielten so Arbeitsplätze in der Stadt. Zudem bildeten sie junge Menschen in unterschiedlichen Berufen aus. Das Wirtschaften sei zudem nachhaltig, ein großer Teil der Gewinne fließe zurück in die Region, erklärte Jankowski-Zumbrink. An der Energieversorgung Sehnde halten die Stadtwerke Sehnde 70 und die Avacon AG 30 Prozent.

Top-Lokalversorger: Drei Gütesiegel für Sehnde

Die Energieversorgung Sehnde (EVS) und die Stadtwerke Sehnde (SWS) sind erneut als „Top-Lokalversorger“ ausgezeichnet worden. Ein unabhängiges Verbraucherportal hat dem Energieanbieter sein gleichnamiges Gütesiegel für 2019 verliehen. Auf der Internetseite energieverbraucherportale.de wurden dafür bundesweite Angebote von Energieversorgern verglichen. Berücksichtigt wurden Energiepreise, regionales Engagement, Umweltschutz sowie Service und Qualität der Kundenbetreuung. Die EVS darf sich nun zum vierten Mal in Folge „Top-Lokalversorger Strom“ und zum zweiten Mal „Top-Lokalversorger Gas“ nennen. Auch die SWS hat sich erneut den Bewertungen des Energieverbraucherportals gestellt und ist zum dritten Mal als „Top-Lokalversorger Wasser“ ausgezeichnet worden.

Von Katja Eggers

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