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Sehnde Leuchtende Schilder sollen Autos bremsen
Umland Sehnde Leuchtende Schilder sollen Autos bremsen
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15:46 10.01.2019
Mehr Sicherheit für große und kleine Einwohner erhofft sich die Bürgerinitiative Höver von den frisch renovierten Verkehrsmännchen. Quelle: privat
Höver

Tagein, tagaus wälzt sich der Verkehr durch Höver. Insbesondere zahlreiche Lastwagen frequentieren die Ortsdurchfahrt, an der sich nicht nur von Schülern genutzte Bushaltestellen befinden. Sondern die auch mit einer unübersichtlichen Kurve aufwartet. Um die Sicherheit aller Einwohner zu vergrößern, ist die Bürgerinitiative Höver aktiv geworden. Unter dem Motto „Wir helfen uns selbst!“ wollen sie Autofahrer mit sogenannten Verkehrsberuhigungsmännchen sensibilisieren.

An verschiedenen Stellen im Ort werben Schilder in der Größe von Kindern mit Aufschriften wie „Achtung Kinder!“ und „Langsam!“ bereits länger darum, dass Autofahrer Rücksicht auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer nehmen sollen. Damit sie wieder sofort ins Auge fallen, haben sie zahlreiche Eltern, Großeltern und Kinder renoviert und mit auffälligem Gelbgrün angepinselt. Und ein Neues aufgestellt. Insgesamt sind es jetzt sechs. „Knallige leuchtende Farben sollen alle Autofahrer zur erhöhten Wachsamkeit animieren“, sagt die Sprecherin der BI und stellvertretende Ortsbürgermeisterin Elisabeth Schärling (CDU).

Die Ortsdurchfahrt Höver leide unter dem starken Schwerlastverkehr. „Wir haben zwar eine Fußgängerampel aber eben auch zwei Haltestellen, an denen bereits sechsjährige Grundschulkinder auf den Bus warten“, so Schärling. Außerdem befinde sich in der Mitte des Dorfes eine unübersehbare Kurve, an der es häufig zu gefährlichen Situationen komme, erklärt die CDU-Politikerin. „Und genau am Ende dieser Kurve befindet sich die Bushaltestelle“, erklärt sie die Brisanz der Lage.

Eine Geschwindigkeitsreduzierung vom Kreisel bis zur Ortsmitte wäre nötig, um die Lage grundlegend zu entschärfen, meint Schärling. Nicht nur Höver kämpft mit diesen Problemen, auch in Rethmar, Müllingen und Wehmingen werden Tempolimits im Ort gefordert. „Solange die zuständigen Behörden alle Forderungen hierzu ablehnen, helfen wir uns erstmal selber“, sagt Schärling. Sie selbst fahre ja auch langsamer, wenn sie in anderen Orten solche Verkehrsmännchen sehe: „Vielen anderen wird es ähnlich gehen. Es ist auch einfach wichtig selbst etwas zu tun, als immer nur schön daher zu reden.“

Wie wichtig die Aktion ist zeigt ein Vorfall, der sich mit dem ersten Schild ereignete, das die Bürgerinitiative am Zaun der Feuerwehr befestigt hatte. Dieses sollte allen LKWs, die aus dem Gewerbegebiet Gretlade kommen, den Weg zur B 65 leiten, ohne den Ort zu durchfahren. „Makaber ist schon, dass das alte Schild von einem LKW überfahren wurde“, sagt Schärling. Dessen Fahrer war aus ungeklärten Gründen von der Fahrbahn abgekommen und letztlich im Regenrückhaltebecken neben der Feuerwehr gelandet.

Von Sandra Köhler

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