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Sehnde In den Osterferien wird die Ortsdurchfahrt asphaltiert
Umland Sehnde In den Osterferien wird die Ortsdurchfahrt asphaltiert
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15:01 25.02.2019
Für die Arbeiten an der Kreuzung Am Kälberanger (rechts im Bild) wird die Hindenburgstraße ab Dienstag schon vorher in Höhe der Straße Im Steinkamp gesperrt. Quelle: Katja Eggers
Ilten

 Die Sanierung der Hindenburgstraße geht mit großen Schritten voran – dafür muss jetzt die bestehende Sperrung der Ortsdurchfahrt ausgeweitet werden. Ab Dienstag, 26. Februar, wird auch der Einmündungsbereich der Straße Am Kälberanger in das Baufeld integriert. Damit ist die Kreisstraße 139 dann im Abschnitt von der Jahnstraße bis zur Straße Im Steinkamp gesperrt. Im Anschluss verwirklicht die Region Hannover auf der Strecke ein Novum: Sie installiert dort erstmals drei sogenannte Schlaf-Ampeln, deren Prototyp vorher in Großburgwedel von einem Studenten im Rahmen einer Forschungsarbeit getestet worden war.

In Osterferien wird Fahrbahn asphaltiert

Bislang habe es bei der seit September vergangenen Jahres begonnenen Sanierung keine Verzögerungen gegeben, sagt Torsten Winter von der Unteren Verkehrsbehörde der Stadt. Eventuell gehe der letzte Abschnitt sogar noch schneller voran als vorgesehen, weil die Firma ihre Mitarbeiter auf der Baustelle aufstocken wolle. Wenn das Wetter mitspielt und alles planmäßig verläuft, könnten schon in den Osterferien die Fahrbahn asphaltiert und die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden. Danach werde die Sperrung aufgehoben. Am Kälberanger werden nun die Gossen und Fußwege in Richtung Lehrte erneuert. Für den überregionalen Verkehr empfiehlt Winter Autofahrern, Ilten zu meiden und nach wie vor die Umleitungen über Ahlten oder aus Lehrte kommend über die B 443 zu nutzen.

An der neu ins Baufeld aufgenommenen Kreuzung werden die Gossen und Fußwege erneuert. Quelle: Katja Eggers

Vier Schlafampeln auf der Ortsdurchfahrt

Nach Ende der Sanierung installiert die Region Hannover dann drei sogenannte Schlafampeln, auch Dunkel-Dunkel-Ampeln genannt. Diese zeigen sowohl für Autofahrer als auch für Fußgänger kein Rot- oder Grünlicht, sondern werden nur bei Bedarf „aufgeweckt“. Wenn kein Verkehr herrscht oder sich Fußgänger sicher fühlen, können sie auch einfach so die Fahrbahn überqueren, ohne einen Verkehrsverstoß zu begehen. Die Schlafampeln werden in Höhe der Kirchstraße, der Bushaltestelle an der Jahnstraße und an der Straße Am Kälberanger aufgestellt. Darüber hinaus werde auch die derzeitige Fußgängerampel in Höhe der Straße Bim Hille zu einer Dunkel-Dunkel-Ampel umgerüstet, kündigt Winter an.

Der neue Ampeltypus ist vorher in Großburgwedel von dem Bauingenieurstudenten Felix von der Lieth für die Region im Rahmen einer Forschungsarbeit für sein Studium getestet worden. Das Ziel: lästige Wartezeiten für Fußgänger und unnötige Stopps für Autofahrer zu vermeiden. Dafür hatte er an der Kreuzung von Hannoverscher-, Mühlen- und Pestalozzistraße für zwei Monate eine neue Software aufgespielt. Anschließend beobachtete er über mehrere Tage das Verhalten der Menschen, die die Straße an dieser Stelle überqueren wollten. Dazu hatte er 113 Nutzer interviewt und zur Zukunftsfähigkeit der Schlafampel befragt.

Kinder haben Unterschied nicht bemerkt

Die neue Möglichkeit sei in Großburgwedel aber nur selten genutzt worden, hatte von der Lieth festgestellt – weil sie offenbar noch zu unbekannt ist. „Kinder haben oftmals gar nicht bemerkt, dass sie an einer sogenannten Schlafampel auf das Grünzeichen warteten.“ Die Kinder hätten immer gedrückt und erst dann nach oben auf das Lichtsignal geschaut. Da sich die Schlafampel nach der Aktivierung wie jede andere Ampel verhalte, sei die Modellampel den Besuchern von Pestalozzi-Kita, Förderschule und Schulzentrum gar nicht aufgefallen. Erwachsene dagegen hätten sich je nach ihrem Sicherheitsgefühlt für oder gegen eine Aktivierung entschieden.

In Sehnde gibt es bereits einige Schlafampeln, wie etwa an der Marktstraße in Bolzum. Diese hat die Stadt jedoch selbst installiert, da die Region auf der Kreisstraße keine Notwendigkeit gesehen hatte, weil dort laut Zählungen zu wenig Verkehr herrsche. Im Ort habe es jedoch eine „gefühlte Unsicherheit“ gegeben, wie Bolzums Ortsbürgermeisterin Silke Lesemann bei der Freischaltung vor einem Jahr sagte.

Von Oliver Kühn und Thomas Oberdorfer

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