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Sehnde Rat billigt Vorentwurf für KGS-Erweiterung
Umland Sehnde Rat billigt Vorentwurf für KGS-Erweiterung
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17:33 06.07.2018
Derzeit noch eine Brache: Auf dem Gelände der vor zwei Jahren abgebrannten Turnhalle an der Waldstraße soll der Erweiterungsbau der KGS entstehen. Quelle: Sandra Köhler
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Sehnde

Der Rat hat den von der Stadt vorgestellten Vorentwurf für den Erweiterungsbau der KGS gebilligt, der auf dem Gelände der abgebrannten Turnhalle an der Waldstraße entstehen soll. Damit kann die Stadt nun endlich die erforderliche Baugenehmigung auf den Weg bringen. Der Anbau soll so geplant werden, dass sogar dieser später bei Bedarf noch einmal erweitert werden kann. Dabei übten einige der Kommunalpolitiker aber auch Selbstkritik. „Die Entscheidung ist lange überfällig“, räumte Günter Pöser (Grüne) ein. „Seit zehn Jahren stehen dort Klassencontainer, das ist unglaublich.“ Die ursprünglich angesetzten Kosten sind bereits von 5,8 auf derzeit rund 8 Millionen Euro gestiegen.

Der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss hatte dabei noch einige Änderungen eingearbeitet. So soll der Baukörper noch etwas nach Osten verschoben werden, um Platz für eine Feuerwehrzufahrt zu haben. Auf dem Dach soll zudem eine Photovoltaikanlage entstehen und auch ein Sonnenschutz eingeplant werden. Darüber hinaus soll ein Parkplatzkonzept im Bereich der KGS erarbeitet werden. Dass der Rat eine mögliche Erweiterung des Erweiterungsbaus beschlossen habe, sei aber erstmal nur eine Option für die Zukunft, sagte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke: „Sonst müsste man dafür einen neuen Standort suchen.“

Pöser erinnerte deshalb daran, dass sich seine Fraktion einen zweiten Schulstandort statt eines Erweiterungsbau gewünscht hatte, weil die KGS mit 1750 Schülern bereits eine der größten Schulen in ganz Niedersachsen sei. Durch die vielen Neubaugebiete werde der Bedarf sogar noch steigen. „Wir stimmen aber trotzdem zu, weil die Schüler aus den Containern raus müssen.“ Das sieht AfD-Ratsherr Henning Franke ähnlich. „Eine Außenstelle für die Oberstufe wäre uns auch sympathisch gewesen, denn die Grenze des Wachstums ist bald erreicht.“ Ganz anders sieht dies Wolfgang Toboldt (SPD): „Mit einer zweiten Gesamtschule würden wir uns selbst Konkurrenz machen.“ Auch die Lehrer lehnten eine Außenstelle ab, weil sie dann pendeln müssten.

AfD-Fraktionschef Wolfgang Ostermeyer monierte zudem, das man bei den Planungen für die KGS-Erweiterung viel Zeit und Geld verloren habe und die Kosten nun um fast 2,5 Millionen Euro gestiegen seien. Das räumte Lehrke unumwunden ein: „Zwei Jahre Zeitverlust führen zu Preissteigerungen, aber wir hatten ja den Brand der Turnhalle.“ Dieser habe Kapazitäten in der Verwaltung gebunden. Dabei sprangen dem Bürgermeister auch Ratsmitglieder bei. Die Kritik der Grünen wollte etwa Edgar Bäkermann (SPD) so nicht stehen lassen: „Das stimmt nicht, wir sind das nach dem Brand der Turnhalle zügig angegangen.“ Ähnlich äußerte sich Sepehr Sardar Amiri (CDU), der auch Vorsitzender des Schulausschusses ist.

Von Oliver Kühn

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