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Sehnde Superintendentin ist von Sehnder Gemeinde beeindruckt
Umland Sehnde Superintendentin ist von Sehnder Gemeinde beeindruckt
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12:08 25.02.2019
Im Gemeindezentrum spricht Sabine Preuschoff (Mitte) mit Ricarda Schnelle (von links), Damaris Frehrking, Heidrun Golenia und Uwe Büttner. Quelle: Michael Schütz
Sehnde

Purpurrote Leuchttürme hat die Superintendentin des Kirchenkreises Burgdorf, Sabine Preuschoff, bei einer Visitation der evangelischen Kirchengemeinde in Sehnde entdeckt. Das teilte sie am Sonntag den Besuchern eines Gottesdienstes in der Kreuzkirche mit. Eine Woche lang war Preuschoff Gast in der Gemeinde, um sich die Abläufe und Aktivitäten dort anzuschauen. Alle sechs Jahre soll eine Visitation stattfinden – die letzte sei jetzt aber schon acht Jahre her, sagte Preuschoff.

Das Bild der Leuchttürme übernahm sie dabei aus der Predigt der Pastoren Damaris Frehrking und Uwe Büttner, die die biblische Geschichte der Purpurhändlerin Lydia aus Mazedonien in deren Zentrum stellten. In Sehnde gebe es viele solcher Leuchttürme, mit denen sie Menschen meinte, die Zeugnis ablegten und sich in die Gemeinde einbrächten.

Die Visitation sei eine Möglichkeit innezuhalten. „Sie ist die Gelegenheit zur Bestandsaufnahme“, sagte Preuschoff. Es habe in den vergangenen acht Jahren Wechsel im Pfarramt gegeben, und das Bonhoefferhaus als Gemeindezentrum wurde verkauft. „Das war keine leichte Zeit, denn das Bonhoefferhaus war vielen zur Heimat geworden.“ Sie hätten sich aber darauf eingelassen, den für sie neuen Standort in der Mittelstraße kennenzulernen und mit Leben zu erfüllen. „Heute brodelt es manchmal im Gemeindehaus, wenn die Gruppen hier zusammenkommen.“ Beeindruckt habe sie, dass sich die Gemeinde in besonderem Maß in die Stadtgesellschaft einbringe. „Sie lebt nicht auf einer kirchlichen Insel.“

Der Kinderchor Do-Re-Mi, geleitet von Inken Kinder, begleitet den Visitationsgottesdienst. Quelle: Michael Schütz

Die Superintendentin ging besonders auf den pastoralen Zusammenschluss der Gemeinden Sehnde, Rethmar und Haimar ein, der gemeinsam von den Sehnder Geistlichen Uwe Büttner, Damaris Frehrking und Ricarda Schnelle betreut wird. „Die gemeinsame Gestaltung von Kirche wird immer stärker notwendig sein“, mahnte Preuschoff. In zehn Jahren werde jede zehnte Pfarrstelle unbesetzt sein. „Aber Kirche ist immer noch Kirche, auch wenn sich die Struktur ändert.“

Für die Gemeinde selbst sei die Visitation eine Gelegenheit zur Reflektion, wie Kirchenvorsteherin Heidrun Golenia erklärte. „Hier kann mal jemand von außen draufschauen, ob das überhaupt gut ist, was wir machen.“ Und bei der Zusammenarbeit mit Rethmar und Haimar könne die Superintendentin Erfahrungen für ähnliche Projekte mitnehmen und erfahren, wo es Probleme geben kann. Preuschoff allerdings wollte keine Allgemeinheiten daraus ziehen. „Das kann bei anderen Gemeinden schon wieder ganz anders sein.“

Von Michael Schütz

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