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Sehnde Lücke im Haushalt wird etwas kleiner
Umland Sehnde Lücke im Haushalt wird etwas kleiner
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00:18 11.10.2018
Um- oder Neubau? Wegen der unklaren Situation beim Feuerwehrhaus hat die Stadt 250.000 Euro erstmal aus dem Investitionsplan herausgenommen. Quelle: Kühn (Archiv)
Sehnde

Sehndes Finanzen entwickeln sich in diesem Jahr zwar positiver als zu Jahresbeginn kalkuliert, aber im Ergebnishaushalt bleibt voraussichtlich immer noch ein Loch von rund 1,7 Millionen Euro bestehen. Und die bei den Investitionen gegenüber den Ansätzen für 2018 eingesparten Ausgaben von 4,3 Millionen Euro werden nun in den Folgejahren fällig. Das geht aus der jüngsten Unterrichtung des Rates durch den Bürgermeister über die Haushaltssituation der Stadt hervor.

Um rund 840.000 Euro wird sich nach den jetzt von Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke vorgelegten Zahlen der Ergebnishaushalt für 2018 verbessern. Dazu tragen vor allem gestiegene Einnahmen aus Einkommens- und Umsatzsteuer bei. Sie fallen voraussichtlich um rund 350.000 Euro höher aus als veranschlagt. Weitere 300.000 Euro tragen die Ausgleichszahlungen des Landes bei, durch die allerdings die von Sehnde zu zahlende Regionsumlage um 70.000 Euro steigt. Weitere 140.000 Euro spart die Stadt bei den Personalkosten ein, obwohl die Tarife im Durchschnitt um gut drei Prozent angehoben wurden. Doch weil Stellen nicht oder erst später besetzt wurden und auch bei den Lohnfortzahlungen für Kranke geringere Beträge fällig wurden, verbessert sich das Ergebnis unter dem Strich.

Durch die gestiegenen Einnahmen und die geringeren Ausgaben dürfte das eingeplante Defizit nach den Berechnungen der Stadtverwaltung von 2,55 Millionen auf 1,7 Millionen Euro sinken. Allerdings gebe es noch eine Reihe von Unsicherheiten, warnt der Bürgermeister in seiner Vorlage für den Rat. Die Prognose sei „eine Momentaufnahme, die sich bis zum Jahresabschluss 2018 noch in positiver, wie auch in negativer Hinsicht entwickeln kann“.

Das gilt auch für den Finanzhaushalt für die Investitionen. Hier rechnet die Stadt jetzt mit etwa 4,3 Millionen Euro weniger an Ausgaben, weil mehrere Projekte aufgeschoben werden mussten. Sowohl für die Erweiterung der Gesamtschule und der Grundschule in Höver, als auch für die neuen Sporthallen an der Chausseestraße und das Feuerwehrhaus werden in diesem Jahr nur Planungskosten fällig. Auch der Endausbau des Baugebiets Bilm und die Erschließung des Baugebiets Rethmar-West werden auf das nächste Jahr verschoben. Das verringere zwar die Kreditaufnahme in diesem Jahr, werde aber 2019 zu höheren Darlehensaufnahmen führen, warnt der Bürgermeister.

Baubeginn in Bilm noch in diesem Jahr

Zwei Projekte in Bilm hat die Stadt für dieses Jahr vorerst aus ihrer Investitionsliste gestrichen, auch wenn die Arbeiten voraussichtlich noch im November oder Dezember beginnen: die Dorferneuerung Am Denkmal und in der Mühlenstraße, beide jeweils mit 210.000 Euro veranschlagt. Grund für die Verzögerung ist das Ergebnis der ersten Ausschreibung. Es habe nur eine Bewerbung gegeben, und „die war völlig jenseits der Realität, völlig überzogen“, sagt Fachbereichsleiter Godehard Kraft. Daraufhin habe man die Arbeiten neu ausgeschrieben, aber nur beschränkt, sodass vorab mit den Firmen Gespräche geführt werden konnten. Das habe zu einem akzeptablen Angebot geführt, auch wenn es immer noch über dem kalkulierten Preis liege. Nun wolle man so schnell wie möglich mit dem Ausbau beginnen, da man wegen der Förderung durch Bund und Land Fristen einhalten müsse. Man wolle deshalb in diesem Jahr noch „so viel wie möglich“ schaffen, sagte Kraft.

Von Thomas Böger

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