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Sehnde Seniorenrat freut sich über flache Bordsteine
Umland Sehnde Seniorenrat freut sich über flache Bordsteine
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16:18 27.06.2018
An der Von-Wemighe-Straße werden die Bordsteine abgesenkt. Quelle: privat
Wehmingen

Der Seniorenbeirat der Stadt Sehnde setzt sich jetzt auch verstärkt für die Belange von Älteren in den Ortsteilen ein. Die jüngste öffentliche Sitzung des Gremiums ist daher erstmals nicht in der Kernstadt über die Bühne gegangen, sondern in der Alten Schule, dem Dorfgemeinschaftshaus in Wehmingen. Dort wird die Stadt denn auch nächste Woche aktiv: Eine Auftragsfirma senkt dort gleich an drei Stellen die Bordsteine ab. Damit Senioren mit Rollator oder Rollstuhl sowie Eltern mit Kinderwagen dort mühelos und sicher über die Straße kommen, werden die Kantensteine an der Von-Wemighe-Straße/Ecke Wirringer Weg, an der Kreuzung Am Wasserwerk und der Einmündung an der Heinrichstraße abgesenkt.

Der Seniorenbeirat hatte die Stadt im Vorfeld aufgefordert, das gesamte Stadtgebiet auf brenzlige Stellen im Straßenverkehr zu überprüfen, die Senioren eventuell Probleme bereiten könnten. In Wehmingen hatte der Ortsrat diese Stellen bei einer Ortsbegehung ausgemacht. In der Kernstadt wünscht sich der Seniorenbeirat Bordsteinabsenkungen unter anderem an der Einmündung der Straße des Großen Freien in die Nordstraße. Wer dort mit dem Rollator über die Straße gehen möchte, muss den Fahrradweg benutzen, weil nur dort der Bordstein abgesenkt ist. Fußgänger mit Gehhilfe und Radfahrer kommen sich dabei jedoch mitunter in die Quere. Der Seniorenbeirat hatte sich für eine Lösung des Problems stark gemacht.

Der Seniorenbeirat mit Christa Bombien (von links), Karl Plachetka, Karlheinz Drewes, Hermann Krähling, Klaus Melchert und Wolfgang Rotermund tagt im Dorfgemeinschaftshaus in Wehmingen. Quelle: privat

Die Wünsche fließen in den neuen Verkehrssicherungsplan mit ein, den die Stadt über ein Ingenieurbüro in Auftrag gegeben hat. „Die Ergebnisse liegen uns noch nicht vor“, sagt Hermann Krähling, Sprecher des Seniorenbeirates. Das Gremium hat für seine Arbeit die vier großen Themenbereiche Sicherheit, Mobilität, Lebensqualität und Gesundheit ausgemacht. Während die Bordsteinabsenkungen in den Bereich Sicherheit fallen, machen sich die Mitglieder unter dem Aspekt Mobilität derzeit mit ihrem Seniorenfahrdienst stark.

Sehnder Ehrenamtliche fahren Senioren dabei mit ihren Privatfahrzeugen zum Einkaufen und zum Arzt. In der Sitzung in Wehmingen regte eine der Fahrerinnen an, das Angebot auf Wunsch einer Seniorin noch zu erweitern und künftig auch zum Friedhof zu fahren. „Diese Anregung haben wir gern aufgenommen“, sagt Krähling. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen werde der Seniorenfahrdienst aber auch in Zukunft nicht fahren. Dafür seien die Heime selbst verantwortlich. „Und die Verantwortung für kranke und pflegebedürftige Senioren können wir nicht übernehmen“, betont Krähling.

Wer den Seniorenfahrdienst in Anspruch nehmen möchte, kann dienstags zwischen 10 und 12 Uhr unter Telefon (0175) 2 55 54 53 einen Termin vereinbaren. Die Fahrten sind vor allem mittwochs und mitunter auch donnerstags und freitags möglich und kosten 5 Euro hin und zurück.

Senioren sollen Ideen einbringen

Der Seniorenbeirat der Stadt Sehnde hat jede Menge Ideen und Wünsche, wie das Leben von älteren Menschen in der Kernstadt und den Ortsteilen verbessert werden könnte. Das Engagement der Ehrenamtlichen reicht von Seniorenfahrdiensten über die Aufstellung von Outdoor-Fitnessgeräten bis hin zum Einsatz von Sicherheitsberatern.

Der Seniorenbeirat wünscht sich aber auch, dass Sehnder Bürger ihre eigenen Ideen einbringen. „Wir bieten Unterstützung an, wenn jemand etwas verwirklichen möchte, aber den Aufwand scheut, keinen weiteren Ansprechpartner hat oder die passenden Örtlichkeiten fehlen“, erklärt Hermann Krähling, Sprecher des Seniorenbeirates.

Denkbar sei etwa, dass eine Seniorin einen Klöppelkurs anbieten möchte, aber dafür keine Räume hat. Vielleicht gebe es auch einen Großvater, der mit seinem Enkel im Herbst regelmäßig Drachen bastelt und dies jetzt gern in einer größeren Gruppe machen möchte, aber nicht weiß, wie er das nötige Material zusammenbekommt. „In solchen Fällen könnten wir helfen“, meint Krähling. Wer Ideen einbringen möchte, kann ihn unter Telefon (05138) 8403 erreichen.eg

Von Katja Eggers

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