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Sehnde Ausstellung zur Burg Steinbrück ist eröffnet
Umland Sehnde Ausstellung zur Burg Steinbrück ist eröffnet
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16:52 16.09.2018
Die Gruppe Gaudio in Saltando tanzt Mittelalterliches. Quelle: Michael Schütz
Rethmar

Ein bisschen bedrohlich ist es für die Besucher des Regionalmuseums Sehnde auf dem Gutshof Rethmar am Sonntagnachmittag zugegangen. Dort war der mittelalterliche Ratsherr Henricus Pepersack aufgetaucht, der mit der Hildesheimer Stadtwache im Namen des Bischofs von Hildesheim den Zehnten sowie die Kontributionen von den Bauern des Großen Freien eintreiben wollte. „Wenn Ihr nicht wollt, haben wir Instrumente dabei“, sagte der Ratsherr aus dem Jahr 1320, der im 21. Jahrhundert auf den Namen Ulf Hanebuth hört und einer Darstellergruppe angehört, die Mittelalterliches wieder aufleben lässt.

Der Hildesheimer Ratsherr Henricus Pepersack (vorn) lässt von seinem Notarius Andres vom Berg an der Aue die bischöflichen Forderungen verlesen. Quelle: Michael Schütz

Die Instrumente, auf die er sich bezog, gehören zur Sonderausstellung über die Burg Steinbrück im hildesheimischen Söhlde. Der dortige Förderverein konzentriert sich auf die Rechtsgeschichte früherer Jahrhunderte und die Folterinstrumenten des Mittelalters. Die Vereinsvorsitzende Heide Eggert stellte die Geschichte der Burg konsequenterweise im Stil des Moritatengesangs vor.

Mit der Leier singt Heide Eggert die Geschichte der Burg Steinbrück als Moritat. Quelle: Michael Schütz

Die Tanzgruppe Gaudio in Saltando – zu deutsch Freude am Tanz – zeigte einige Beispiele dieser Kunst aus dem Mittelalter, „obwohl die Überlieferungen dazu sehr spärlich sind“, wie Hanebuth erklärte.

Die Ausstellung im Gutshof Rethmar ist sonn- und feiertags von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Von Michael Schütz

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