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Sehnde Stadt will Platz für Gewerbe schaffen
Umland Sehnde Stadt will Platz für Gewerbe schaffen
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00:21 08.12.2018
Das geplante Gewerbegebiet in Sehnde. Quelle: Llorens Garcia, Amparo
Sehnde

Das Gewerbegebiet am Borsigring soll nun endlich kräftig in Richtung Osten wachsen. Die Stadt holt dazu einen vor drei Jahren in der Schublade versenkten Plan mit der Überschrift „Sehnde-Ost“ wieder hervor. Er sieht vor, das derzeitige Ackerland zwischen der Bebauung am Borsigring und der Kommunalen Entlastungsstraße im Osten zu Gewerbefläche zu machen. Das gesamte Areal, das im Süden an die Bundesstraße 65 grenzt, ist etwa 16 Hektar groß. Circa 12 Hektar davon könnte man zu gewerblicher Baufläche entwickeln. Für sechs Hektar hat bereits eine Firma ihr Kaufinteresse signalisiert. Um welches Unternehmen es sich dabei handelt, ist aber noch nicht öffentlich.

Der Ortsrat Sehnde und der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt haben in ihren Sitzungen in dieser Woche bereits einmütig und ohne größere Diskussion Ja dazu gesagt, dass das Planverfahren für das neue Gewerbegebiet in Gang kommt. Zunächst geht es um den sogenannten Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans. Der Rat der Stadt will in seiner Sitzung am 13. Dezember bereits endgültig darüber abstimmen.

Dass das Gewerbegebiet am Borsigring wachsen soll, ist schon seit fast einem Jahrzehnt ein Thema in Sehnde. Im April 2010 hieß es schon, die Firma Schneider Mineralöl aus Hannover wolle neben dem Wertstoffhof auf einer Fläche von 2,1 Hektar eine Lagerhalle, eine Werkstatt und eine betriebseigene Tankstelle errichten. Damals ging es auch darum, wegen des geplanten Nachtbetriebs höhere Geräuschpegel zuzulassen als zuvor. Das Projekt der Firma Schneider zerschlug sich, Teile der Fläche, um die es damals ging, sind mittlerweile anderweitig bebaut.

Hier soll das neue Gewerbegebiet entstehen. Quelle: Grafik: Amparo Llorens

Später gab es Überlegungen, das Gewerbegebiet Borsigring bis zur Entlastungsstraße wachsen zu lassen. Auslöser dafür war die mögliche Ansiedlung eines Rechenzentrums. Doch auch daraus wurde nichts. Im Jahr 2015 wurden dann die Planungen eingestellt. Beschlüsse für ein Bauleitplanverfahren gab es damals nicht. 2016 kaufte die Stadt jedoch schon vorsorglich die Flächen für das potenzielle Gewerbegebiet.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt betonte Fachdienstleiter Godehard Kraft, dass es nun wieder einen „ernsthaften Interessenten“ gebe, der sich zwischen Borsigring und Entlastungsstraße ansiedeln wolle. Das Firmengelände solle aber auf jeden Fall eine Anbindung an die Entlastungsstraße bekommen, damit Lastverkehr nicht über Straßen im Gewerbegebiet rollt. Die weiteren Planungen seien nicht einfach, sagte Kraft am Mittwoch. Denn unter anderem führt eine Hochspannungsleitung über die Fläche.

Von Achim Gückel

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