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Sehnde Stadtwerke sanieren Kanal im Berst-Verfahren
Umland Sehnde Stadtwerke sanieren Kanal im Berst-Verfahren
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16:09 07.08.2018
Der Kopf sieht aus wie eine kleine Rakete und wird quasi durch das Erdreich geschossen. Quelle: Stadt Sehnde
Wassel

Er ist in den vergangenen Jahren bereits mehrfach eingestürzt und wurde jedes Mal geflickt – doch jetzt muss der Regenwasserkanal in der Straße Vor dem Holze in Wassel endgültig erneuert werden. Auch der Schmutzwasserkanal ist ein Fall für eine Sanierung, wie die Stadtwerke Sehnde nach einer Kamerabefahrung der Rohre festgestellt haben. Elf Grundstücke sind davon betroffen, bei denen ebenfalls die Hausanschlüsse erneuert werden müssen. Die Anlieger werden an den Gesamtkosten von rund 130.000 Euro beteiligt.

Erstmals wird dafür das sogenannte Berst-Verfahren genutzt. Dabei werde ein Kopf ähnlich einer kleinen Rakete sozusagen durch das Erdreich geschossen, erläutert Daniel Korf, Technischer Leiter der Stadtwerke Sehnde: „Das hat den Vorteil, dass wir nicht mehr mit einem Bagger die Straße aufreißen müssen.“ Wo immer möglich, will die Stadt dies Verfahren künftig weiter einsetzen.  

Nur an den drei Standorten der künftigen Schächte müssen Baugruben ausgehoben werden. Quelle: Stadt Sehnde

Der Kopf sei etwas größer als die Rohre und weite diese auf, sodass diese dann problemlos hindurch geschoben werden könnten, erklärt Korf. Das Berst-Verfahren werde auf 81 der insgesamt 116 Meter langen Strecke angewendet. Denn auch der weiterführende Vorfluterkanal müsse erneuert werden. Doch dieser befinde sich teils auf Privatgrundstücken, auf denen die Gärten mit Büschen und großen Bäumen bepflanzt sind. Aus diesem Grund hätten sich die Stadtwerke für diese Form der geschlossenen Sanierung entschieden.

Auch Zäune brauche man deshalb nicht mehr wegzunehmen, das erspare den Anwohnern viel Ärger, ergänzt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Ebenso würden so Hofeinfahrten nicht in Mitleidenschaft gezogen. Nur an drei Stellen muss der Regenwasserkanal noch in offener Bauweise erneuert werden. An den Standorten der künftigen Schächte mussten Baugruben ausgehoben werden. Eine Firma aus Salzhemmendorf hat die Schächte erstellt und ist derzeit dabei, die Baugruben wieder zu verfüllen.

Im Anschluss beginnen nahtlos die Straßenbauarbeiten. Die künftige Fahrbahn wird aus Betonsteinpflaster hergestellt, genau wie bei den Grundstückszufahrten und Zuwegungen. Der östliche Sicherheitsstreifen und der gegenüberliegende Parkstreifen werden in Schotter angelegt, der auch befahren werden kann. Geplant ist derzeit, dass das Bauvorhaben in der Straße Vor dem Holze bis Ende Oktober abgeschlossen wird.

Von Oliver Kühn

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