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Springe Grünes Licht für die Baupläne an der Schille
Umland Springe Grünes Licht für die Baupläne an der Schille
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19:45 09.01.2019
Auf dieser Fläche soll das Baugebiet entstehen. Der Blick geht in Richtung Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Quelle: Brinkmann-Thies
Bennigsen

17 Jahre hat es gedauert, bis sich die Kommunalpoltiker wieder mit der Fläche Zur Schille in Bennigsen beschäftigen. Die Mitglieder des Planungsausschusses haben den neuen Bebauungsplan jetzt einstimmig beschlossen. Im Bereich der Straßen Zur Schille und Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße plant die Hannover Region Grundstücksgesellschaft auf der 7,5 Hektar großen Fläche Reihenhäusern, Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mietwohnungen.

Wie berichtet, sollen dort auch ein Seniorenpflegeheim und eine Kindertagesstätte entstehen. Befürchtungen, das Neubaugebiet könne das Abwasserproblem in Bennigsen verschärfen, räumte Verwaltungsmitarbeiterin Sabine Kirchmann während der Sitzung aus. „Das Trennsystem ist jetzt weit fortgeschritten“, sagte sie. Das Gebiet könne abschnittsweise erschlossen werden. Zudem hätten sich einige Änderungen im Bebauungsplan ergeben. So würden etwa einige Straßen mehr berücksichtigt, um die Fläche besser erschließen zu können. Auch die ökologischen Ausgleichsflächen würden andernorts entstehen als 2001 vorgesehen. „Eine konkrete Planung gibt aber es noch nicht.“ Sämtliche Kosten übernehme der Investor.

Grünen-Ausschussmitglied Elke Thielmann-Dittert unterstütze das Vorhaben. „Ich begrüße es grundsätzlich sehr, dass jetzt etwas passiert. Und was mir gefällt, ist die geplante Vielfalt der Bebauung.“ Allerdings müssten bei dem Vorhaben auch Umweltthemen stärker in den Blickpunkt rücken. Auch das Thema sozialer Wohnraum müsse berücksichtigt werden. Deutliche Kritik daran äußerte Arnd Bachmann (AfD). „Man sollte froh sein, dass dort überhaupt jemand investiert und diesem nicht noch Kosten aufbürden. Das passt nicht in die heutige Zeit, man darf hier keinem Investor Knüppel zwischen die Beine werfen.“ Darum gehe es nicht, konterte Thielmann-Dittert, sondern darum, das Thema Klimaschutz nicht außer Acht zu lassen.

Am 13. Februar werden die Mitglieder des Ortsrats über die Pläne sprechen. Ortsbürgermeister Jörg Niemetz begrüßt das Vorhaben generell, will aber die konkreten Details noch abwarten. Für eine Kita etwa habe er auch noch andere Lösungen im Hinterkopf. „Die Entwicklung an sich ist super, aber es ist ja auch noch unklar, wie lange das alles dauern wird“, sagt er. Dass die Stadt jetzt so schnell einen neuen Anlauf gestartet hat, habe ihn überrascht. Gewundert habe ihn auch, dass es keine Probleme beim Abwasser geben soll.

 

 

Von Saskia Helmbrecht