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Springe Notambulanz: FDP dringt auf Verlängerung
Umland Springe Notambulanz: FDP dringt auf Verlängerung
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18:52 27.06.2018
Die Notfallambulanz im früheren Krankenhausgebäude schließt Ende des Jahres. Quelle: Foto: Mischer
Springe

Heimische FDP-Vertreter fordern die Region Hannover auf, doch noch einen Antrag auf Verlängerung der Notfallambulanz zu stellen – zumindest, bis das geplante Gesundheitshaus als Alternative etabliert ist. Die Region hatte wie berichtet auf den Antrag verzichtet: Das Land habe entsprechende Signale gegeben, der Antrag wäre ohnehin abgelehnt worden. Das erklärte Regionspräsident Hauke Jagau auch in dieser Woche in der Regionsversammlung.

Für Springes FDP-Vizechef Tobias Berger ist das aber nicht nachvollziehbar: Die SPD und CDU in der Regionsversammlung hätten die dauerhafte Etablierung der Notfallambulanz in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben. Inzwischen hofft man dort wie auch bei der Stadt Springe auf eine Art Gesundheitshaus in Zusammenarbeit mit den heimischen Ärzten – als Alternative. Und darauf, dass die Region Hannover dabei Starthilfe gibt.

Berger sieht die Pläne skeptisch. Die Ambulanz werde Ende 2018 geschlossen – bis dahin werde die neue Einrichtung noch nicht am Start sein: „Bedeutet also für Springe, dass wir für einen nicht absehbaren Zeitraum ohne eine gesicherte Versorgung dastehen“, sagt der Parteivize. Er und der FDP-Regionsabgeordnete Klaus Nagel fordern nun, eine Verlängerung der Ambulanz zumindest bis zur Eröffnung eines Gesundheitshauses zu beantragen: „Der schlechteste Versuch ist der, den man nicht gemacht hat“, sagt Berger.

Springes Bürgermeister Christian Springfeld selbst zeigt hingegen Verständnis für den Verzicht auf den Antrag. Er hatte sich schon in der Ratssitzung von deutlicher Kritik an Region und Regionspräsident Hauke Jagau distanziert, die etwa CDU-Ratsherr Tim Schmelzer geäußert hatte. Schmelzer war früher selbst im Springer Krankenhaus tätig.

Er sei selbst unzufrieden mit der Schließung, sagt Springfeld, und wolle sich als Stadt nicht den schwarzen Peter dafür zuschieben lassen. Er sei aber überzeugt, dass die Region Hannover zu einem neuen Gesundheitshaus ihren Beitrag leisten werde. Bei der Nachnutzung des Krankenhausgebäudes wünsche er sich, dass man beim Regionsklinikum aktiver auf die Stadt zukommt.

Von Christian Zett