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Springe Furiose Musik auf dem Hermannshof
Umland Springe Furiose Musik auf dem Hermannshof
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01:33 02.06.2018
Begeistern das Publikum: Percussionist Nené Vásquez begleitet Sängerin Aline Frazão mit seinen Rhythmen. Quelle: FOTO
Völksen

Angenehme Abendfrische lag über dem Gelände des Hermannshofes. Genau die richtige Witterung für die knapp 200 Besucher, um das musikalisch-tropische Feuerwerk zweier begnadeter Künstler mit ihrem einzigartigen Sound zu erleben. Unter dem Motto „Niedersachsen im Dialog“ hatten sich die Sängerin und Gitarristin Aline Frazão und Percussionist Nené Vásquez zu einem einzigartigen Format zusammengefunden. Als Dritter im Bunde war Arne Deske, der mit seiner Begleitung an den Keyboards für die nötige Untermalung sorgte. 

Furioser Auftakt von Vásquez: Der in Niedersachsen lebende Musiker aus Venezuela zeigte an den Bongos die ganze Bandbreite seines Könnens. Mal streichelzart, dann hammerhart entlockte er ihnen Rhythmen und Klänge, wie man sie aus den afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern kennt. Als Percussionist, Komponist und Produzent genießt er auf dem amerikanischen Kontinent Kultstatus. Viele namhafte Bands wie Shakira, Mo’Horizons, aber auch Marquess, Max Mutzke oder der gestorbene Roger Cicero bedienten sich seiner außergewöhnlichen Vielseitigkeit.

Musikstile Portugals

Etwas anders dagegen Aline Frazão. Die 1988 in Luanda (Angola) geborene Sängerin und Songwriterin zieht ihre Inspiration aus den Musikstilen der portugiesisch-sprachigen Welt. Im kapverdischen Kreol und den beiden Bantusprachen Kimbundu und Umbundo ist sie zu Hause. Mit neun Jahren hatte sie ihren ersten Auftritt, mit 15 Jahren schrieb sie ihren ersten Song. Nach ihrer Schulausbildung zog sie zum Studium der Kommunikationswissenschaften in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. 2011 veröffentlichte sie ihr erstes Soloalbum und widmete sich dem Gesang und dem Songschreiben.

Schade, dass nur ein Festival wie das Masala solch begnadete Künstler zusammenbringt. Die Musikliebhaber, die sich diese Veranstaltung nicht entgehen ließen, waren begeistert.

Dass sie mehr von den Musikern hören wollten, zeigte die Tatsache, dass sie erst nach zwei Stunden und nach mehreren Zugaben unter frenetischem Beifall die Bühne verlassen durften.

 

 

 

 

Von Rudolf Krause