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Springe Schusterhöfe: Politik und Stadt segnen Bauprojekt ab
Umland Springe Schusterhöfe: Politik und Stadt segnen Bauprojekt ab
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18:58 05.12.2018
Soll weichen: Der Gasthof Schwägermann wird nach dem Abriss durch Mehrfamilienhäuser ersetzt. Quelle: FOTO: Saskia Helmbrecht
Bennigsen

Während die Arbeiten am Bebauungsplan noch laufen, hat die Springer Firma TiMa Immobilien als Investor trotzdem Sicherheit für das Projekt: Durch den Beschluss der Politik besteht nach Auskunft der Stadt nun die sogenannte Planreife. Damit kann ein Bauprojekt unter bestimmten Voraussetzungen auch schon vor Abschluss des formellen Verfahrens zulässig sein. Eine dieser Voraussetzungen: TiMa muss sich verpflichten, auch die formell noch zu beschließenden Änderungen im Bebauungsplan zu akzeptieren. Der Plan muss nun erneut ausgelegt werden, weil sich Änderungen im nicht zu bebauenden nördlichen Bereich zur Hauptstraße hin ergeben hatten. Dort war ein Anwohner mit anwaltlicher Unterstützung gegen einige der Festsetzungen vorgegangen; die Stadt hatte entsprechend eingelenkt.

„Wichtig für uns ist, dass das Vorhaben jetzt gesichert ist“, sagt Geschäftsführer Marco Herrmann. Theoretisch könne man gar schnell mit Abriss und Bau beginnen: „Aber wir wollen warten, bis der Bebauungsplan richtig fertig ist.“ Herrmann lobt die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung bei dem Projekt – und ist überzeugt, dass die bis zu 40 Wohnungen auf dem Markt gefragt sind: „Wir haben immer wieder Anfragen, auch von außerhalb Springes.“

Sobald der überarbeitete Bebauungsplan rechtskräftig ist und alle Auflagen in Sachen Natur- und Denkmalschutz erfüllt sind, soll im kommenden Jahr der erste von zwei Bauabschnitten an der Straße Schusterhöfe starten – mit dem Abriss des Gaststättengebäudes und dem Bau der ersten beiden Mehrfamilienhäuser. Danach werden die restlichen Gebäude auf der Fläche entfernt und zwei weitere Neubauten entstehen.

Der Gasthof Schwägermann hatte Anfang Oktober nach fast 160-jähriger Unternehmensgeschichte als Familienbetrieb geschlossen. Inhaber Stefan Schwägermann hatte als Ursache etwa auf ein verändertes Freizeitverhalten der Bennigser verwiesen.

Von Christian Zett