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Springe Offene Schränke mit Lesestoff
Umland Springe Offene Schränke mit Lesestoff
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19:11 12.09.2018
Kinder zum Lesen zusammenbringen – das wollen Sandra Lehmann (links) und Ulrike Hoffmann-Bürrig. Quelle: Foto
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In einer neu gestalteten Leseecke können es sich die Grundschüler donnerstags zwischen 16 und 17  Uhr auf Matten gemütlich machen, lesen, zuhören oder auch selber das Wort ergreifen und vorlesen. Eine Ehrenamtliche betreut die Kinder während dieser Zeit, zeigt ihnen Bücher, die für ihre Altersstufe geeignet sind und liest nach Wunsch daraus vor.

Den Anfang der Bücherstunde macht heute Uta Braun, ehemalige Diakonin. Gemeinsam mit den ehrenamtliche Helferinnen Antje Otte, Heike Gouraud und Ulrike Hoffmann-Bürrig wechselt sie sich ab – unterstützt von Projektkoordinatorin Sandra Lehmann.

„Der Wunsch nach einer Bücherstunde ging von den Kindern aus“, sagt Ulrike Hoffmann-Bürrig. Viele Kinder, die sie von der Vorlesestunde in der Stadtbücherei kenne, hätten bedauert, dass sie wegen Nachmittagsbetreuung oder Ganztagsschulunterricht nicht mehr dabei sein konnten. Hoffmann-Bürrig sah deshalb den Bedarf nach einem zusätzlichen Vorleseangebot. „Wir sind keine Konkurrenz zum Freundeskreis der Stadtbücherei, sondern eine Ergänzung“, stellt sie klar. „Viele Kinder kommen auf dem Weg nach Hause am Doppelpunkt-Laden vorbei, nehmen Spiele und Bücher mit.“ Ziel der Aktion sei es, Kindern Spaß am Lesen zu geben, sagt Hoffmann-Bürrig. Das Angebot richte sich speziell an Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Beliebte Bücher seien Klassiker wie „Der kleine Drache Kokosnuss“ von Ingo Siegner oder auch „Elmar, der Elefant“ von David McKee.

„Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Ehrenamtliche dazustoßen“, sagt Lehmann. Sie geht davon aus, dass es ein wenig dauert, bis sich das Angebot der kostenlosen Bücherstunde herumgesprochen hat. Um nachzuhelfen, hat sie bereits eine Schaufensterecke gestalten lassen und Handzettel an Schulen und Kinder verteilt.

Die offenen Bücherschränke seien jedoch auch für alle anderen Altersgruppen geeignet, betont Lehmann – sowohl für Babys als auch für Großmütter sei was da.

Von Juliet Ackermann