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Springe Die Glühweinsaison ist eröffnet
Umland Springe Die Glühweinsaison ist eröffnet
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20:05 02.12.2018
Bei dem nasskalten Wetter wärmen sich die Besucher mit einem heißen Glühwein auf. Quelle: Heinz Bähre
Alferde/Altenhagen/Lüdersen/Holtensen

Festlich beleuchtet und mit bunten Sternen verwandelten sich am ersten Adventswochenende die Dörfer in ein Meer aus Lichtern und Farben: Zahlreiche Familien schlenderten über den Weihnachtsmarkt, tranken Glühwein oder kauften Geschenke ein. Ein Überblick.

Glühwein in Alferde

In Alferde hatte der Ortsrat zum Weihnachtsmarkt rund um die Kirche eingeladen. Kurz vor Beginn wurden noch die letzten Stände aufgebaut und die Dekoration angebracht. Der Grill für die Bratwürstchen war angeheizt – aber die Grillzange war neu und lag den Helfern zunächst nicht richtig in der Hand. In der warmen Kirche begann der gemütliche Teil. Bei Gesang mit Akkordeonbegleitung und Liedern wie „In der Weihnachtsbäckerei“ kam schnell Weihnachtsstimmung auf.

Im Feuerwehrhaus in Alferde hatte die Gymnastikgruppe Kaffee und zahlreiche Torten für die Besucher bereit gestellt. Auch der Glühwein war langsam warm. Und so kamen die Besucher schnell ins Gespräch.

Zelt statt Stadt in Altenhagen

Noch größer und noch schöner als im Vorjahr bauten die Pfadfinder vom Stamm Chico Mendes eine Zeltstadt für den Adventsmarkt in Altenhagen I auf. Die Pfadfinder haben wieder für eine komplette Überdachung des Kirchplatzes gesorgt, diesmal sogar auf über 250 Quadratmetern. Und dank der riesigen Großjurte und mehreren normalen Jurten konnten die Besucher unabhängig vom Wetter über den Platz schlendern. Es war zwar ein wenig eng, dafür aber umso gemütlicher.

Diese besondere Atmosphäre hat sich wohl herumgesprochen, denn auch aus der Umgebung kamen zahlreiche Besucher zum Altenhägener Adventsmarkt. Überall gab es etwas gegen Hunger und Durst. Nach der traditionellen Andacht mit Pastor Eckhard Lukow boten die 15 Vereine und Gruppen ein abwechslungsreiches Programm an – und die Besucher fühlten sich sichtlich wohl.

In zwei Jurten brannten sogar Lagerfeuer, an denen sich die Besucher aufwärmen können. Eierpunsch beim Schützenverein, Pommes bei der Feuerwehr, Glühwein beim Tennisverein und bei den Eolenhäger Schuindöschers gab es diesmal statt Kartoffelpuffer Rosmarinkartoffeln mit Champions. Die Kartoffelpuffer bot nämlich der Neuling des Adventsmarktes an. Zum ersten Mal war das Seniorpflegeheim Alte Molkerei dabei und backte Kartoffelpuffer. Im alten Schulhaus hatte das DRK im Gemeinderaum eine Kaffeestube eingerichtet, wo es Kuchen gab. Hier war ständig Betrieb, ebenso beim Dartsclub, der eine breite Palette Glühwein im Angebot hatte. Der Kindergarten bot Waffeln an.

Aktiv ging es dafür beim Sportverein zu, dort stand Dosenwerfen auf dem Plan. Beim Gesangverein wurde der Holzsägemeister gesucht. Bereits zum vierten Mal dabei war das Dorf-Kultur-Erbe. Neben dem Essen gab es dort auch Bastel- und Handarbeiten und Aufkleber mit der Aufschrift „Altenhagen I“.

Auch für Unterhaltung war gesorgt. Der Posaunenchor Bad Münder/Hachmühlen trat unter der Leitung von Stephan Bothur auf. Zum Auftakt hatte der Gesangverein in der Kirche gesungen.

Die Vielfalt kam an: Friedrich Mund, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft war besonders stolz darauf, dass es so viele Besucher, nicht nur aus dem Ort, sondern auch aus benachbarten Dörfern zum Adventsmarkt nach Altenhagen I gezogen hat.

Spiel und Weihnachtsbasteln

Der Dorfverein Holtensen hatte gemeinsam mit der Tischtennissparte und dem Kindergartenteam zu weihnachtlichem Punsch, Gesprächen und Leckereien eingeladen.

Im Kindergarten konnten die Kleinen auch unter Anleitung ihrer Bastelleidenschaft nachgehen. In der Sporthalle gab es bereits Kaffee und Kuchen, der bei den Besuchern bestens ankam.

Draußen war der Grill noch etwas widerspenstig und musste mithilfe eines Föhns ordentlich angeheizt werden. Großer Andrang der Kinder herrschte auch an der Crêpes-Station. Natürlich orderten die Jüngsten die Crêpes mit Nutella.

Lüdersen im Lichterglanz

Auch der Weihnachtsmarkt in der Lüderser Bergdorfhalle hat sich am Sonnabend als Besuchermagnet erwiesen. Während an vielen Ständen Künstlerisches und Kreatives angeboten wurde, war eine kleine Bühne dicht umlagert. Denn hier gab es nicht nur Sketche von den Laienschauspielern der Bergbühne, auch die Mädchen und Jungen des DRK-Kindergartens nutzten die Plattform und sangen einige Weihnachtslieder.

Sogar der Weihnachtsmann stattete dem Bergdorf einen Besuch ab. Den Weg durch die Menge bahnte ihm Professor Carl-Hans Hauptmeyer, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Bergdorf Lüdersen. „Platz machen für den Weihnachtsmann!“, rief er und geleitete den in seinem roten Mantel und Rauschebart kaum zu erkennenden Wilfried Schmücking-Goldmann nebst seinem Gesellen, dem 13-jährigen Janne, zu den wartenden Kindern. Die ließen sich begeistert mit Süßigkeiten und Obst beschenken. Wer selbst Geschenke für seinen Lieben benötigte, hatte bei den Ausstellern des Marktgeschehens die Qual der Wahl. Ob Dekoratives von dem Bildenden Künstler Waldemar Mirek, Getöpfertes von Margit Jakob oder Gestricktes von Doris Lächelt: Für jeden Geschmack war Passendes dabei. Adventliche Gestecke und Grußkarten hatte das Team vom DRK-Ortsverein gefertigt und nebenan bot Christa Dönhoff aus Bad Münder filigranen Perlenschmuck an.

Vor der Alten Schule schenkten Mitglieder der Feuerwehr unter anderem Glühwein aus. Derart eingestimmt waren die Besucher aufgefordert gemeinsam Weihnachtslieder zu singen, bevor mit Musik der Blechbläser der Tag langsam ausklang. Der Erlös aus vielen Aktionen fließt in das Projekt Alte Schule, das vom Förderverein als Dorfgemeinschaftshaus geplant wird.

Von Heinz Bähre, Friedhelm Lüdersen und Anne Brinkmann-Thies

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